Unterstützung: Migranten: 19 Mrd. Euro nach Hause überwiesen

Aus Österreich flossen 2006 knapp 600 Mio. Euro in die Herkunftsländer.

Wien (APA). Der Lohn für die Arbeit im fremden Land zahlt sich aus – und auch wenn das Land schon längst nicht mehr fremd ist, überweisen viele Migranten noch immer erkleckliche Beträge an ihre Verwandten daheim. 2006 betrugen diese Rückflüsse innerhalb und aus der EU 26 Milliarden Euro. Dies gab das Statistische Zentralamt der EU, Eurostat, gestern, Dienstag, bekannt.

Gelder, die über die EU-Grenzen hinaus in Drittstaaten transferiert wurden, machten mit 19,2 Milliarden Euro bei weitem den Großteil dieser Unterstützungszahlungen aus. Innerhalb der EU sorgten 6,8 Milliarden Euro für Freude bei den daheim Gebliebenen. Aus Österreich wurden 600 Millionen Euro rücküberwiesen, der Großteil davon in EU-Länder wie Deutschland. Der größte Teil der Mittel für Verwandte daheim – 85 Prozent – kam jedoch aus Spanien, Großbritannien, Italien, Deutschland und Frankreich.

Erstmals ermittelte Eurostat für 2003/2004 auch die wichtigsten „Korridore“ für Rücküberweisungen: Deutschland-Türkei, Frankreich-Marokko, Frankreich-Portugal, Spanien-Marokko und Spanien-Kolumbien.

Wie wichtig die Unterstützung durch die „Auswanderer“ ist, zeigt das Beispiel Rumäniens. Ehe das Land am 1. Jänner 2007 der Europäischen Union beitrat, zeigte eine Studie, dass jede zehnte rumänische Familie von Angehörigen unterstützt wird, die im Ausland arbeiten und von dort Geld nach Hause schicken.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.11.2007)

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