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Regierung forciert Mitarbeiterbeteiligung

APA (PFARRHOFER)
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Für Klein- und Mittelbetriebe soll es Steuer-Erleichterungen geben, wenn sie ihre Mitarbeiter am Unternehmens-Erfolg beteiligen. Die Angestellten selbst sind skeptisch.

Zum "Front Runner" soll Österreich werden, wenn es um die Mitarbeiterbeteiligung geht, fordert VP-Vizekanzler Wilhelm Molterer und steht damit ganz hinter den Plänen der Regierung. Bis 2010 soll jeder fünfte (statt wie bisher jeder zehnte) Mitarbeiter am Unternehmenserfolg teilhaben.

Steuerzuckerl für KMB


Vor allem Klein- und Mittelbetriebe (KMB) sollen gelockt werden. Das Mittel dazu: steuerliche Erleichterungen. Zwar kann man in Österreich schon jetzt einen Freibetrag von 1,460 Euro für den Kauf von Unternehmensaktien in Anspruch nehmen. Doch gerade für kleine Unternehmen ist nur die Erfolgsbeteiligung interessant.

Molterer: Offensiver Zugang


Die Freiwilligkeit der Systeme wird von der Politik nicht in Frage gestellt. Allerdings drängt Minister Molterer auf einen "viel offensiveren Zugang zur Frage zweite und dritte Säule der Altersvorsorge. Wir brauchen in Ergänzung zum umlagefinanzierten System auch Elemente von kapitalgedeckten Systemen. Und davon hängt viel ab, wie wir dann tatsächlich das Erfolgsbeteiligungsmodell steuerlich behandeln."

Mitarbeiter skeptisch


Unterstützung kommt von den Versicherern und Fondsgesellschaften, die Mitarbeiter selbst sind eher skeptisch. Aus einer im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellten Umfrage von euroSearch geht hervor, dass zwar 85 Prozent der Mitarbeiter eine Gewinnbeteiligung wünschen, den Erfolg aber in bar ausbezahlt wollen. Eine Beteiligung, die direkt in die betriebliche Pensionsvorsorge fließt, lehnen vier von fünf Befragten ab. (Ag./Red.)