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14-Jährige zu Ehe gedrängt: Lebenslang für US-Sektenführer

(c) AP Photo/Jud Burkett
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Lebenslange Haft für den Anführer einer polygamistischen Mormonensekte, der eine 14-Jährige gegen ihren Willen mit einem 19 Jahre alten Cousin verheiratet und sie zum Sex gedrängt hat.

Der Anführer einer polygamistischen Sekte im US-Staat Utah muss wegen Beihilfe zur Vergewaltigung eine langjährige Gefängnisstrafe absitzen. Der 51 Jahre alte Warren Jeffs ist am Dienstag von einem Richter in zwei Anklagepunkten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nach zehn Jahren kann er jedoch auf Bewährung entlassen werden kann. Eine Jury hatte Jeffs im September für schuldig befunden, ein 14-jähriges Mädchen verheiratet und zum Vollzug der Ehe gezwungen zu haben.

Keine "ewige Erlösung" bei Verweigerung 

Die heute 21 Jahre alte Frau hatte in dem Prozess gegen den Sekten-Chef ausgesagt. Jeffs habe sie gegen ihren Willen mit einem 19 Jahre alten Cousin verheiratet, sie zum Beischlaf gedrängt und angedroht, dass sie im Falle einer Verweigerung keine "ewige Erlösung" erhalte. Jeffs Anwälte hatten der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, ihren Mandanten seiner religiösen Überzeugung wegen an den Pranger zu stellen.

Ehen mit Minderjährigen, Kindesmissbrauch, Erpressung

Jeffs war der Anführer einer fundamentalistischen Mormonensekte, deren rund 10.000 Anhänger an der Grenze zwischen Utah und Arizona in polygamen Haushalten leben. Abtrünnige Mitglieder berichteten von erzwungenen Ehen mit Minderjährigen, Kindesmissbrauch, Erpressung und Nötigung. Die offizielle Mormonenkirche "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" hatte sich 1890 von der Polygamie losgesagt. Das war damals die Voraussetzung für die Anerkennung des von Mormonen gegründeten Staates Utah als neuer US-Bundesstaat.

(Ag./Red.)