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Nahrungsmittel könnten weiter teurer werden

APA (dpa)
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Der Anstieg der Lebensmittelpreise in den vergangenen Monaten hat vielen Konsumenten den Gusto auf Butterbrot und Wiener Schnitzel vermiest. Um insgesamt 6,5 Prozent sind die Preise für Nahrungsmittel binnen Jahresfrist gestiegen. Damit scheint laut Experten aber der Plafond vorerst einmal erreicht zu sein. Die Hersteller sehen das allerdings anders.

"Der Preisschub von den Weltmärkten dürfte seinen Höhepunkt erreicht haben", sagt Josef Baumgartner vom Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) zu den "Salzburger Nachrichten". "Preisanstiege in einem Ausmaß wie im Sommer und im Herbst sollten wir nicht mehr haben", so Baumgartner weiter. Mit günstigeren Preisen sei allerdings bis zum Herbst nächsten Jahres auch nicht zu rechnen.

Vor allem bei unverarbeiteten Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Fleisch erwartet er keine weiteren markanten Preiserhöhungen. Bei verarbeiteten Produkten sei zwar der große Preisschub auch vorüber, der Plafond sei aber noch nicht erreicht: "Da sind in den nächsten Wochen und Monaten noch Nachzieheffekte zu erwarten, sie sollten aber nicht dramatisch ausfallen."

Bei den Lebensmittel-Erzeugern drängt man dagegen auf weitere Preiserhöhungen. "Wir führen derzeit mit dem Handel Gespräche über eine Erhöhung der Preise für Milch, Fruchtjoghurts und ähnliche Produkte um je rund fünf Prozent", wird Hans Steiner von der Alpenmilch Salzburg zitiert. Auch die Fleischproduzenten, die unter stark gestiegenen Futterkosten leiden, aber nach wie vor mit sehr niedrigen Preisen kämpfen, wollen mehr für ihre Produkte. Hans Schlederer von der heimischen Schweinebörse geht davon aus, dass Schweinefleisch spätestens ab kommendem Frühjahr um 25 bis 50 Prozent teurer wird: "Es wird ein völlig neues Preisgefüge entstehen."

(APA)