Aktien: Rückenwind für Hongkong

Chinesische Bürger werden bald an der Börse Hongkong handeln dürfen.

Peking (Bloomberg). Die chinesische Regierung hält an ihrem Plan fest, einheimische Investoren an der Börse Hongkong handeln zu lassen. Das sagte Donald Tsang, Verwaltungschef von Hongkong, nach einem Treffen mit Chinas Premierminister Wen Jiabao in Peking.

Kurse auf Berg- und Talfahrt

Nach Ankündigung des Pilotprogramms am 20. August war der Hang-Seng-Index, der Leitindex der Börse Hongkong, um 47 Prozent in die Höhe geschnellt. Am 3. November hatte Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao erklärt, die Regierung benötige mehr Zeit, um die Risiken für Hongkongs Finanzmarkt zu bewerten. Der Index fiel daraufhin am 12. November kräftig. Zuvor hatte die Credit-Suisse-Group gemeldet, die Umsetzung des Programm verschiebe sich voraussichtlich ins zweite Quartal 2008. Am vergangenen Freitag schloss der Hang-Seng-Index deutlich fester bei 26.541,09 Zählern.

Tsang traf auch mit dem Chef der chinesischen Versicherungsaufsicht, Wu Dingfu, zusammen. Er regte an, weitere chinesische Versicherungsunternehmen vom Festland an der Börse in Hongkong zu notieren. Auch sollen Chinas Versicherungsunternehmen einen größeren Teil ihrer Anlagen in Hongkong investieren und sich bei der Verwaltung ihrer Kapitalanlagen der in Hongkong ansässigen Spezialisten bedienen.

Im Juli hatte China neue Regelungen erlassen, die es chinesischen Versicherungen ermöglichen, bis zu 15 Prozent ihrer Anlagen im Ausland zu investieren. Zuvor lag die Obergrenze bei fünf Prozent. Auch im Hinblick auf den umgerechnet 135 Mrd. Euro schweren chinesischen Staatsfonds, China Invest Corp. (CIC), regte Tsang an, einen Teil über Hongkong verwalten zu lassen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.11.2007)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.