Der Geist der Marille

SCHNAPSKARTE. Hans Krenn ist Destillata-„Presse“-Publikumssieger.

Am liebsten würde Hans Krenn ja jede Wachauer Marille einzeln auffangen, sobald sie reif vom Baum fällt. Denn die Marille, so sagt der begnadete Schnapsbrenner aus dem südlichen Waldviertel, „ist eine wahre Diva“. Mit der springt man nicht so herum, wie mit einer ordinären Zwetschke. Die gibt sich nicht so leicht hin, wie die landläufige Birne. Nein, die Marille, noch dazu die Wachauer, ist ein besonderes Früchtchen.

Und davon konnte sich die strenge Jury bei der Destillata-„Presse“-Publikumsverkostung Donnerstagabend im Steirereck überzeugen. Sie kürte Krenns Marille zur Siegerin. Bereits zum vierten Mal ging der kulinarisch hochprozentige Wettbewerb über die Bühne. Und mit Hans Krenn gewann diesmal quasi ein Stammgast dieser Veranstaltung. Denn der Publikums-Verkostung stellen sich jedes Jahr nur die besten der besten Schnapsbrenner des Landes. Diesmal traten neben Krenn auch Peter Angel von der Privatbrennerei Hämmerle in Lustenau, Franz Tinnauer aus dem südsteirischen Gamlitz, Heinz Jakelj aus Knittelfeld, Oswald Weidenauer aus Kottes im Waldviertel und Georg Hiebl aus Stadt Haag im Mostviertel im hochgeistigen Wettbewerb gegeneinander an.

„Presse“-Geschäftsführer Reinhold Gmeinbauer nippte genauso konzentriert mit, wie Edelbrand-Experte und Szene-Wirt Stefan Gergely.

Nach dem Turnier der Schnaps-Giganten zeigte Star-Koch Heinz Reitbauer eindrucksvoll, warum er Wiens einziger Zwei-Sterne-Koch ist.

Näheres zu den Edelbränden von Hans Krenn finden Sie unter:

www.wirtshausbrennerei.at

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2007)