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Kampf den Spritfressern: Niederlage für US-Autoindustrie

(c) EPA (Andrew Gombert)
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Der US-Kongress verabschiedet ein Energiegesetz, das zum ersten Mal seit 32 Jahren die Richtlinien für den Benzinverbrauch von Autos verschärft. US-Präsident Bush will das Gesetz rasch unterzeichnen.

Nach dem Senat hat am Dienstag auch das US-Repräsentantenhaus mit großer Mehrheit ein Energiegesetz verabschiedet, das zum ersten Mal seit 32 Jahren die Richtlinien für den Benzinverbrauch von Autos verschärft. Die Automobilhersteller müssen dem Gesetz zufolge in den nächsten drei Jahren den Durchschnittsverbrauch ihrer Fahrzeuge auf umgerechnet etwa 6,7 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer senken. Die Autoindustrie hatte sich zwei Jahrzehnte lang gegen eine solche Regelung gesperrt.

Die Abgeordnetenkammer billigte die Vorlage mit 314 gegen 100 Stimmen. Das Weiße Haus hat bereits angekündigt, dass Präsident George W. Bush das Gesetz mit seiner Unterschrift rasch in Kraft setzen werde. Zuvor hatte er für den Fall einer zusätzlichen Besteuerung der Ölindustrie, wie dies die oppositionellen Demokraten ursprünglich gefordert hatten, noch mit seinem Veto gedroht.

Die neue Richtlinie bedeute für das Jahr 2020 eine Ersparnis von 1,1 Millionen Barrel Rohöl, sagte der demokratische Senator Daniel Inouye nach der Abstimmung im Senat Anfang Dezember. Das entspreche etwa der Hälfte der Menge, die aus der Golfregion importiert werde. Dabei könnten die Emissionen von Treibhausgasen um jährlich 200 Millionen Tonnen reduziert werden.

Das Energiegesetz sieht zugleich den verstärkten Einsatz der Benzinalternative Ethanol vor: Der Ethanolverbrauch in den USA soll bis 2022 auf 136 Milliarden Liter im Jahr versechsfacht werden. (Ag.)