Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Schnellauswahl

Hillary Clinton: "Putin hat keine Seele"

(c) EPA/STEFAN ZAKLIN
  • Drucken

Der russische Präsident Putin habe als Ex-Agent des Geheimdienstes KGB "per Definition keine Seele", sagt die demokratische Präsidentschafts-Kandidatin Hillary Clinton. Unterdessen verliert sie vor der Wahl in New Hampshire weiter an Boden auf Barack Obama.

Hillary Clinton zeigt sich im Kampf um die US-Präsidentschafts- kandidatur der Demokraten nach ihrer Niederlage in Iowa angriffslustig - nicht nur gegenüber ihren Partei-Konkurrenten. Sie ließ bei der letzten TV-Debatte vor dem Kräftemessen in New Hampshire vor allem mit einer ungewöhnlichen Aussage über den russischen Präsidenten aufhorchen. Putin als Ex-Agent des Geheimdienstes KGB habe "per Definition keine Seele", sagte die ehemalige First lady am Sonntag auf die Frage eines Wählers.

Clintons Bemerkung sorgte für Gelächter in der Menge, da sie offensichtlich auf eine Aussage von Präsident George W. Bush gemünzt war. Bush hatte beim ersten Treffen mit Putin als Präsident im Jahr 2001 erklärt, er habe einen Blick in Putins Seele erhaschen können.

"Macher, nicht Redner"

Clinton sorgte aber nicht nur für Lacher. Sie verschärfte auch den Ton gegenüber ihrem innerparteiischen Konkurrenten Barack Obama. Clinton machte für sich geltend, dass sie die wahre Kandidatin für einen politischen Wandel sei. Die Demokraten sollten einen "Macher, nicht einen Redner" wählen. Ihr Kontrahent Barack Obama konterte, dass seine Kritiker noch immer in der Politik der Vergangenheit verhaftet seien.

Am Dienstag muss sich Clinton bei den nächsten Vorwahlen im Bundesstaat New Hampshire erneut mit ihrem demokratischen Rivalen Barack Obama auseinandersetzen.

Umfragen: Obama deutlich vor Clinton

Und da sieht es gar nicht gut aus: Zwei aktuellen Umfragen zufolge liegt Obama, der demokratische Sieger der Vorwahlen in Iowa, jeweils in einem zweistelligen Bereich vor seiner Mitstreiterin für die Präsidentschaftskandidatur. In einer am Sonntag veröffentlichen Gallup-Umfrage für die Zeitung "USA Today" schob sich der Senator aus Illinois mit 13 Punkten vor Clinton. In einer Umfrage für die Sender CNN und WMUR lag Obama mit zehn Punkten vor der ehemaligen First Lady.

Laut der Gallup Umfrage, bei der von Freitag bis Sonntag 778 Demokraten in New Hampshire befragt wurden, bekam Obama 41 Prozent Unterstützung, Clinton nur 28. Der frühere Senator John Edward kam auf 19 Prozent. Bei der CNN/WMUR-Umfrage kam Obama auf 39, Clinton auf 29 Prozent. Hier wurden 268 Demokraten befragt. Die Fehlerquote lag bei fünf Prozent.

"Die Ergebnisse der Vorwahlen in Iowa hat eine wachsende Anzahl von Wählern in New Hampshire überzeugt, dass es Obama wirklich schaffen kann", sagte Keating Holland, der bei CNN zuständig für die Umfragen ist.

Republikaner: Comeback von McCain?

In beiden Umfragen kam bei den Republikanern der Senator aus Arizona, John McCain, auf den ersten Platz. In der Gallup-Umfrage überholte bei den Republikanern John McCain den Mormonen Mitt Romney. McCain lag bei 34 Prozent, Romney bei 30 - Mike Huckabee lag bei 13 Prozent. In der Umfrage für die Sender CNN und WMUR lag McCain mit 32 Prozent vorne, Romney bekam 26 Prozent. Huckabee lag auf Platz drei mit 14 Prozent. In New Hampshire wurden 341 Republikaner befragt, die Fehlerquote lag bei sechs Prozent. (Ag.)