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Kein Papst-Effekt: Gleich viele Kirchenaustritte wie 2006

APA / Robert Jaeger

Trotz Papstvisite kehrten 2007 über 36.000 Katholiken der Kirche den Rücken. Auch in den besuchten Diözesen Wien und Graz-Seckau war kein positiver Effekt spürbar.

Die erhoffte Stärkung der Kirche durch den Besuch von Papst Benedikt XVI. blieb aus, doch die Zahl der Austritte konnte auf Vorjahrsniveau gehalten werden. Wie die kathpress am Dienstag meldete, hätten im Papstbesuch-Jahr 2007 36.858 Schäfchen die katholische Herde verlassen. Im Jahr davor waren es 36.816 gewesen. Auch die Zahl der Wieder- und Neueintritte sei mit 4.800 gleich geblieben. 2004 musste die katholische Kirche mit 51.731 Austritten die größte Abwanderungswelle seit Beginn der EDV-gestützten Aufzeichnungen zu Beginn der achtziger Jahre hinnehmen.

An den Orten des Papstbesuchs, Wien und Mariazell, gab es ebenfalls kaum Änderungen an der Austrittszahl: In der Erzdiözese Wien gab es mit 11.649 Austritten 19 mehr als im Jahr 2006, in der Diözese Graz-Seckau verabschiedeten sich mit insgesamt 5.698 drei Menschen weniger als im Vorjahr vom katholischen Glauben.

Katholikenzahl vermutlich konstant

Noch keine konkreten Zahlen gibt es hinsichtlich der Kindertaufen und der katholischen Immigranten, daher kann die Gesamtzahl der Katholiken in Österreich nur geschätzt werden. Sie soll laut kathpress bei 5,6 Millionen liegen. 2006 verzeichneten die heimischen Diözesen 5,631.587 Menschen römisch-katholischen Glaubens.

(Red.)