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Großbritannien will neue Atomkraftwerke bauen

(c) EPA (Vassil Donev)
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Atomkraft soll der britischen Regierung helfen, die Klimaschutz-Ziele zu erreichen. 14 alte Reaktoren sollen bis 2035 durch neue ersetzt werden.

Die britische Regierung hat am Donnerstag den Bau neuer Atomkraftwerke genehmigt.
Vor allem die günstige CO2-Bilanz der Technik sei ausschlaggebend gewesen, künftig vermehrt Atomenergie einzusetzen, meint Wirtschaftsminister John Hutton. Schon 2017 sollen erste Kraftwerke der neuen Generation in Betrieb genommen werden - rechtzeitig, um zu helfen, die ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele der Regierung bis 2020 zu erreichen.

Der Umweltschutz ist nicht der einzige Grund, für die neuen Energie-Pläne der Regierung: Nachdem der Ölpreis seit Jahren kontinuierlich ansteigt und ein Ende des Trends nicht absehbar ist, wird die an sich teure Atomenergie wieder attraktiv. Neben Großbritannien erteilten auch die USA und Finnland bereits Genehmigungen für den Bau weiterer Kernreaktoren.

Bestehende AKW zu alt


In Großbritannien laufen derzeit 14 Reaktoren, die in den 60er und 70er Jahren errichtet wurden und rund 19 Prozent des Energieverbrauchs des Landes decken. Weil sie zu alt sind, sollen sie bis 2035 abgeschalten und durch neue Reaktoren ersetzt werden. Hutton betonte, dass Atomkraft nur einen Teil eines neuen Energie-Mix ausmachen werde. Der Anteil erneuerbarer Energien solle sich bis 2015 verdreifachen.

Die britische Regierung will neben dem Ausbau der Atomkraft auch neue Energiegesetze beschließen. Die Gesetze sind Teil eines umfangreichen Klimapakets und sollen die Basis der zukünftigen Energie- und Klimapolitik Großbritanniens bilden. (APA/Red.)