Bawag: Richterin krank, der Plan wankt

APA (Roland Schlager)
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Der für Mittwoch angesetzte Verhandlungstag im Bawag-Prozess entfällt.

WIEN (m.s.). Der Grund: Die Vorsitzende des Schöffensenates, Richterin Claudia Bandion-Ortner, ist an Grippe erkrankt. Für den heutigen Prozesstag standen ergänzende Befragungen der Angeklagten auf dem Programm, die nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

Die für Donnerstag (24. 1.) anberaumte Verhandlung soll wie geplant stattfinden. Für diesen Tag sind Zeugeneinvernahmen fixiert: Der stellvertretende Bawag-General Stephan Koren, Casino Austria-Finanzvorstand Josef Leutgeb und die Geschäftsführerin von TTA Liechtenstein, Yvonne Nägele, sollen aussagen.

Indessen wackelt der Plan des Gerichts, die Urteile am 8. Februar zu verkünden. Abgesehen von der Verzögerung, die sich nun durch die Krankheit der Richterin ergibt, werden auch die Verteidiger-Fragen an Gutachter Fritz Kleiner viel Zeit brauchen. Realistisch ist ein Prozessfinale Ende Februar. Das Kleiner-Gutachten belastet die Ex-Bawag-Vorstände. Diese hätten die Vergabe der Spekulationsgelder nicht kontrolliert. [AP]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.01.2008)


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