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Studie: US-Regierung log vor Irak-Krieg 935 Mal

(c) AP (Ron Edmunds)
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Eine aktuelle Studie behauptet: Präsident George W. Bush und sein Team haben in der Zeit zwischen 11. September und Irak-Invasion fast tausend Mal gelogen - vor allem über Massenvernichtungs-Waffen im Irak.

935 Lügen haben die USA in den Krieg gegen den Irak getrieben - das behauptet eine Studie des "Center for Public Integrity", einer Journalistenvereinigung. In den eineinhalb Jahren zwischen den Anschlägen vom 11. September und der Irak-Invasion sollen US-Regierungsvertreter insgesamt 935 Mal gelogen haben.

Oberster "Pinocchio" ist der Studie zufolge US-Präsident George W. Bush persönlich: 260 Lügen werden ihm angelastet. Bush dicht an den Fersen folgt Außenminister Colin Powell mit 254 Falschaussagen. Die häufigsten Unwahrheiten: Es gebe im Irak Massenvernichtungswaffen und die irakische Regierung habe Verbindungen zum Terrornetzwerk al-Qaida.

"Methodisch Fehlinformationen verbreitet"

Die Autoren der Studie behaupten, Bush und sein Stab hätten "methodisch" Fehlinformationen in Umlauf gebracht. Zu zwei strategisch wichtigen Zeitpunkten sei die Zahl der Fehlinformationen noch einmal "dramatisch" angestiegen: Im August 2002, kurz vor der Kongressdebatte über eine Kriegsresolution, und Anfang 2003, als Bush seine Rede an die Nation hielt und Powell seinen umstrittenen Auftritt im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte.

(APA/Red.)