High Potential: Landeschefin im Sonnenlicht

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Olivera Böhm, 33, Country Managerin Uniqa Serbien.

Ihrer Großmutter hat sie es zu verdanken, dass sie derzeit die richtige Person am richtigen Platz ist. Denn die aus Serbien stammende Oma hat darauf bestanden, dass ihre Enkelin Serbisch lernt. Auch das Naturell hat Böhm von ihr: „Jenseits der Grenzen läuft es einfach anders ab. Das muss man akzeptieren und lieben, ein Land kann man nicht ändern.“

Interkulturelle Kompetenzen konnte die diplomierte Versicherungsakademikerin freilich schon vor ihrer Landesverantwortung für Serbien und seit Anfang des Jahres auch für Montenegro unter Beweis stellen. Sie war bereits am Aufbau von Uniqa-Gesellschaften in Polen, Ungarn und Kroatien beteiligt. Zuvor sammelte sie unter anderen in London Erfahrung in der Industrieversicherung.

Nun ist Böhm für Uniqa eine Art „Projektmanagerin, die den Überblick über die Gesamtaktivitäten eines Landes hat“, und somit ständig zwischen Belgrad, Podgorica und Wien unterwegs. An Ambitionen fehlt es ihr jedenfalls nicht. „Im Kfz-Geschäft wollen wir massiv Flagge zeigen. Geplant ist 2008 ein 70-prozentiges Wachstum in Serbien und die Aufstockung des mittleren Managements um etwa zehn bis 15 Stellen.“ Mit 500 Mitarbeitern zeichnet die „zielorientierte Teamplayerin“ für zwei Gesellschaften verantwortlich, die 2007 rund zehn Prozent über dem ohnehin schon boomenden Gesamtmarkt gewachsen sind – trotz Rebranding der integrierten Zepter Osiguranje in die Uniqa Gruppe und erst gerade erfolgter Gründung einer Nichtlebensversicherung.

Ähnliches soll sie heuer übrigens auch in Montenegro schaffen: Integration der bestehenden Gesellschaft, Gründung einer Sachversicherung und Etablierung der Marke. Zwei bis drei Tage pro Woche ist die alleinerziehende Mutter einer fünfjährigen Tochter im Ausland unterwegs, in dieser Zeit ist die Großmutter und der Vater für das Kind da. „Wenn ich nach den Dienstreisen zurückkomme und mein kleiner Sonnenschein läuft mir wie ein Wirbelwind entgegen, dann schöpfe ich wieder unendlich viel neue Energie.“ [Uniqa]

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2008)

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