ORF "Club 2": Ein Hochamt des Hochmuts

Hubsi Kramer (Kabarettist), Leo Wallner (Casinos Austria), Ioan Holender (Staatsoperndirektor)
Hubsi Kramer (Kabarettist), Leo Wallner (Casinos Austria), Ioan Holender (Staatsoperndirektor)(c) ORF (Hans Leitner)
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Es war ein turbulenter, unterhaltsamer "Opernball"-Club-2.

Mit einer schwer erträglichen Emmy Werner. Und einem unerträglichen Hubsi Kramer. So dass einem Richard Lugner fast schon sympathisch war. Von der hochmütigen Frau Werner wurde dieser in einer Art und Weise verhöhnt, die man menschenverachtend nennen muss. Am Ende hielt sie sich gar die Ohren zu, als Lugner sprach. Der bizarre Herr Kramer argumentierte gar auf „Krone"-Niveau, nein, weit darunter, als er der Regierung allen Ernstes vorwarf, sich am Opernball zu feiern, während sie im Tschad in den Krieg ziehe, ja stellvertretend den „Kolonialkrieg der Franzosen" führe.

Herausragend war Ioan Holender: Auf kluge Art vermittelte der Staatsoperndirektor, dass man kein Opernball-Freund sein muss, um den Menschen, die diesen selbst erleben oder im TV sehen wollen, den Spaß zu lassen. Und Hubsi Kramer setzte er dann auch noch auseinander, worum es im Tschad wirklich geht. Um jene Humanität, die Kramer so gerne bemüht, um andere verächtlich zu machen.

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