Die Bedeutung der Beteiligungsfirmen nimmt ab: Immer mehr Übernahmen werden abgesagt. Indes schießen die Zukäufe durch Staatsfonds in die Höhe.
Die Finanzkrise hat zu Beginn des Jahres die Kauflust von Unternehmen kräftig gebremst. Das Volumen angekündigter Übernahmen sank im Jänner weltweit auf 164 Mrd. Dollar (110,6 Mrd. Euro) und erreichte damit den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren.
Wie der Informationsdienstleister Thomson Financial mitteilte, spielen dabei Beteiligungsfirmen wegen deren erschwerter Finanzierungsmöglichkeiten eine immer geringere Rolle. Ihr Anteil an den Übernahmen sank von knapp 20 auf acht Prozent 2007. Im Jänner wurden fast ebenso viele Deals von Finanzinvestoren abgesagt wie angekündigt.
Dagegen schossen die Zukäufe von Staatsfonds aus der Golfregion und Ostasien in die Höhe. Sie gaben zu Jahresbeginn insgesamt 20,6 Mrd. Dollar für Übernahmen aus, was einem Drittel des gesamten Vorjahresvolumens entspricht. Staatsfonds aus Kuwait, Singapur, China und anderen Ländern mit hohen Devisenreserven nutzten die Krise bei einigen Großbanken zum günstigen Einstieg. Im Fokus standen dabei die Citigroup, Merrill Lynch, Morgan Stanley und die Schweizer UBS.