US-Börsenaufsicht warnt vor Insiderhandel bei Staatsfonds

(c) EPA (Ali Haider)
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Staatsfonds könnten über ihre Verbindungen zu Regierungen vertrauliche Informationen erhalten, warnt die US-Börsenaufsicht SEC.

Die US-Börsenaufsicht SEC sieht bei ausländischen Staatsfonds ein besonders großes Risiko von Insiderhandel. Die Beteiligungsgesellschaften könnten über ihre Verbindungen zu Regierungen vertrauliche Informationen erhalten, sagte SEC-Expertin Linda Chatman Thomsen am Donnerstag vor einem Ausschuss des Kongresses in Washington.

Staaten würden möglicherweise bei der Ahndung solcher Fälle nicht kooperieren. "Wir sind besorgt, dass es die Art und den Grad der Zusammenarbeit beeinträchtigt, wenn die Regierung, die wir um Hilfe bitten, auch die untersuchte Gesellschaft kontrolliert", ergänzte Thomsen.

Staatsfonds: Profiteure der Kreditkrise

Staatsfonds profitieren von der Kreditkrise. Allein im Jänner schossen die Zukäufe aus der Golfregion und Ostasien in die Höhe. Sie gaben zu Jahresbeginn insgesamt 20,6 Mrd. Dollar für Übernahmen aus - das entspricht einem Drittel des gesamten Vorjahresvolumens. Staatsfonds aus Kuwait, Singapur, China und anderen Ländern mit hohen Devisenreserven nutzten die Krise bei einigen Großbanken zum günstigen Einstieg. Im Fokus standen dabei die Citigroup, Merrill Lynch, Morgan Stanley und die Schweizer UBS. (Ag./Red.) Staatliche Investmentfonds - Sovereign Wealth Fonds (SWF) verfügen über doppelt soviel Kapital wie alle Hedgefonds und etwa halb soviel wie alle Notenbankenreserven. Sie verwalten rund 2.500 Milliarden Dollar.

DieUnited States Securities and Exchange Commission (SEC) ist für die Kontrolle des Wertpapierhandels in den Vereinigten Staaten zuständig. Ihr Sitz ist in Washington D.C.

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