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Kaffee, Rettich und Zitrone gegen Gallensteine

(c) APA (Hans Klaus Techt)
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Ein Team von erfahrenen Ärzten gibt in einem Buch wichtige Informationen und Tipps zu Gallensteinen.

Zu üppig gegessen – und danach folgt die Rache der Galle: starke Schmerzen im Bauch, Erbrechen, Schweißausbruch, Kreislaufkollaps. Aber: Nicht immer geht die Existenz von Gallensteinen mit solcherlei Beschwerden einher, viele Betroffenen wissen daher oft nichts von ihren Steinen.

Die in der Galle enthaltene Gallenflüssigkeit spielt eine wichtige Rolle bei der Fettverdauung und dem Abbau von Schadstoffen. Die Bildung der Gallensteine hängt mit diesen Funktionen zusammen: Wenn die Leistungsfähigkeit der Gallenflüssigkeit für die Fettverdauung nicht ausreicht, kann es zu derlei Gebilde kommen.

Dass eine der Ursachen eine zu fettreiche Ernährung ist, liegt auf der Hand. Beschwerden verursachen die Steine, wenn sie die Ausführungsgänge der Gallenblase verstopfen. Das beginnt mit Koliken im Oberbauch und kann zu Fieber, Gelbsucht, Entzündung der Bauchspeicheldrüse und sogar zum Darmverschluss führen.


Risiko: Übergewicht & Alter

Alles Wichtige zu diesem Thema erfährt man in dem Ratgeber „Steine im Körper, Gallensteine“, in dem ein Team von erfahrenen Ärzten wertvolle Informationen bereitstellt und gute Tipps gibt. Ein Tipp zur Prävention: zum Frühstück starken Kaffee, dazu viel Orangensaft, zu Mittag ein selbstgemachter Zitronendrink, am Abend ein Bund Rettich – damit könnte man dem Steinleiden vorbeugen. Neuesten Untersuchungen zufolge leiden Menschen, die täglich bis zu drei Tassen Kaffee trinken, um 40 Prozent weniger an Gallensteinen. Ähnliches weiß man inzwischen über das Vitamin C – ein Mangel fördert die Bildung von Gallensteinen. Auch dem Rettich wird eine vorbeugende Wirkung zugeschrieben.

Zu den Risikofaktoren für Gallensteine gehören neben Übergewicht unter anderem weibliches Geschlecht, familiäre Belastung, das Alter (ab 40). Die Steine selbst können in etlichen Fällen durch Medikamente aufgelöst oder mit Stoßwellen zertrümmert werden. Aber auch die Heilpflanzenkunde bietet Mittel, um Gallensteine zu bekämpfen, allerdings sollte man vorher unbedingt den Arzt konsultieren, ob diese Behandlung ausreichend ist. Besonders empfohlen wird Tee aus Echtem Labkraut.

Wenn auf Grund der Diagnose aber eine Operation notwendig ist, so stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die das Ärzteteam ausführlich, vielleicht etwas zu fachlich, beschreibt. (g.n.)

„Steine im Körper-Gallensteine“, Verlagshaus der Ärzte, 12,90 €.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2008)