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Salzburg: "Oben ohne" als Tourismus-Magnet

''The Sound of Music'' (1965) mit Julie Andrews in der Hauptrolle als Maria von Trapp lockt alljährlich rund 300.000 Gäste in die Festspielstadt und deren Umgebung.
(c) AP
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Werbung in Filmen soll Salzburg als Reiseziel attraktiv machen. Filme wie „Sound of Music“ werden in ihrer touristischen Bedeutung nach wie vor unterschätzt.

SALZBURG.Der Film war ein Glücksfall für die Salzburger Tourismuswirtschaft: „The Sound of Music“ (1965) mit Julie Andrews in der Hauptrolle als Maria von Trapp lockt alljährlich rund 300.000 Gäste in die Festspielstadt und deren Umgebung. Auch wenn in den vergangenen 43 Jahren kein anderer Film, der in Salzburg gedreht worden ist, solche Dauer-Quoten erzielt, ist das Bundesland als Standort für Fernseh- und Filmproduktionen recht erfolgreich.

Besonders TV-Serien wie „Die Rosenkönigin“ oder „Die Alpenklinik“ haben Stadt und Land Salzburg als ideale Kulisse für dramatische Liebes- und Familiengeschichten mit Happy End entdeckt. Im Jahr 2002 wurde in der „Salzburg Agentur“ eine eigene Ansprechstelle für interessierte Produktionsfirmen eingerichtet. Filme wie „Sound of Music“ würden in ihrer touristischen Bedeutung nach wie vor unterschätzt, sagt Edith Urban von der „Standort Agentur“ zur „Presse“. Sie bemüht sich, neue Produktionen an Land zu ziehen. Seit 2002 wurden mehr als 70 Filmprojekte bei der „Salzburg Agentur“ zur Förderung eingereicht, etwa die Hälfte wurde dann tatsächlich unterstützt.

Ein Filmbeirat wacht darüber, welche Streifen Fördermittel bekommen. Rund 670.000 Euro stehen pro Jahr beim Land Salzburg zur Verfügung. Ausgewählt wird nach strengen Kriterien: Die Drehorte in Salzburg müssen gezielt ins Bild gerückt werden und die Filme sollen möglichst zu attraktiven Sendezeiten gezeigt werden. Schließlich geht es vor allem um Werbeeffekte für die Tourismusregion Salzburg.

Und: „Wir legen Wert darauf, dass möglichst viele Arbeiten im Zusammenhang mit einer Produktion in Salzburg erledigt werden können, damit die Wertschöpfungskette am Standort möglichst lang ist und Arbeitsplätze auch in dieser Branche erhalten beziehungsweise ausgebaut werden können“, so der Landesreferent für Wirtschaft- und Tourismus, Wilfried Haslauer (ÖVP). Er ist stellvertretender Landeshauptmann.

Unter den 40 Produktionen, die seit 2002 unterstützt worden sind, finden sich Quotenbringer (und Tourismus-Magneten) wie „Die Rosenkönigin“ mit Maximilian Schell und Mirjam Weichselbraun bis hin zu Dokumentationen. Einige Beispiele aus der Förderliste: Die Komödie „Oben ohne“ von Reinhard Schwabenitzky, der in Straßwalchen bei Salzburg seine Filmproduktionsfirma Star*Film hat, das Märchen „Dornröschen“, die Serien-Romanze „Die Alpenklinik“ oder „Weihnachten auf Gut Aiderbichl“.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.02.2008)