Post berät mit Morgan Stanley über Börsenstory

APA (Jaeger)
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Nach den Einbrüchen im Paketgeschäft und dem starken Rückgang des Aktienkurses im Vorjahr bastelt die Post AG an einer neuen Börsenstory. Kommunikationschef Hagenauer bestätigte am Montag, dass das Management seit einem Monat "mit einer Investmentbank über Ziele, Themen und Kommunikationsmaßnahmen" berate. Unternehmens-Kreisen zufolge soll es sich bei dem Institut um Morgan Stanley handeln.

Dass man mit einer Investmentbank von Zeit zu Zeit die Unternehmenspositionierung hinterfrage, sei "nichts Ungewöhnliches", betonte Hagenauer auf APA-Anfrage. Mit den Einbußen im Paket-Geschäft habe dies nichts zu tun. Vielmehr sei der Kapitalmarkt generell derzeit in einer schwierigen Lage und geprägt von einer starken Unsicherheit der Investoren. Kleinere und mittlere Aktientitel würden in solchen Zeiten tendenziell verkauft. Daher müsse die Post deutlich hervorstreichen, dass sie mit einer stabil hohen Dividende nach wie vor ein sicheres, defensives Investment sei, betonte Hagenauer.

Nach einem Einbruch von 35 auf unter 21 Euro im Vorjahr hat sich die Post-Aktie trotz Finanzmarktkrise zuletzt wieder etwas stabilisiert. Am Montagnachmittag notierte die Aktie bei 25,72 Euro, 0,82 Prozent über dem Schlusskurs von Freitag.

Für die Festlegung einer neuen Paket-Strategie und der Neueinteilung der Filialen holte die Post das Beratungsunternehmen McKinsey an Board. Wegen des Absprungs der großen Versandhäuser Otto/Universal im April und Quelle/Neckermann im November fallen der Post im Laufe des heurigen Jahres bis zu 15 Millionen Pakete von den zuletzt 42 Millionen Stück weg. Die Post hatte deshalb bereits im Dezember die Streichung von 360 Jobs im Paket-Bereich beschlossen und eine neue Neustrukturierung der Paket-Dienste angekündigt.

(APA)

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