Die Schweizer Großbank meistert die Kreditkrise besser als die Konkurrenz. Zum Jahresende verwaltete die Bank Vermögen in Höhe von 1555 Mrd. Franken, ein Plus von 4,7 Prozent.
Zürich (red/ag). Die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) hat das Geschäftsjahr 2007 trotz der Krise auf den internationalen Finanzmärkten mit einem Milliardengewinn abgeschlossen. Der Reingewinn des zweitgrößten Schweizer Bankkonzerns beläuft sich auf 8,549 Mrd. Franken (5,35 Mrd. Euro). Das ist ein Viertel weniger als im Jahr davor, entsprach aber in etwa den Erwartungen.
CS-Konzernchef Brady W. Dougan sprach dennoch von einem Rekordergebnis, das trotz schwieriger Marktbedingungen erzielt werden konnte. Zum Jahresende verwaltete die Bank Vermögen in Höhe von 1555 Mrd. Franken, ein Plus von 4,7 Prozent. Die CS-Aktionäre sollen für das Geschäftsjahr 2007 eine Dividende von 2,50 Franken bekommen, im Vorjahr waren es 2,70 Franken.
3,5 Mrd. Franken abgeschrieben
Händler bezeichnen das CS-Ergebnis als solid. „Unter dem Strich haben sie sich gut durch die aktuelle Krise manövriert“, sagte ein Merrill-Lynch-Analyst. Im Unterschied zum Rivalen UBS, der größten Schweizer Bank, ist die Credit Suisse aus der Kreditkrise mit einem blauen Auge davon gekommen: Sie musste im Investment Banking 2007 „nur“ 3,5 Mrd. Franken abschreiben. Bei der UBS waren es mehr als 20 Mrd. Franken.
Die UBS, die von allen europäischen Banken den größten Ausfälle mit US-Ramschhypotheken verbuchte, hat für das Geschäftsjahr 2007 bereits einen Verlust von 4,4 Mrd. Franken in Aussicht gestellt und will am kommenden Donnerstag die endgültigen Zahlen vorlegen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.02.2008)