Die Großbank gehört zu den größten Verlierern der Finanzkrise. Allein im vierten Quartal verbuchte die Bank unter dem Strich einen Verlust von 12,451 Mrd. Franken.
Zürich (red/ag). Die Schweizer Großbank UBS hat als Folge der Kreditkrise im Vorjahr erstmals in ihrer Geschichte rote Zahlen geschrieben. Der Verlust belief sich auf 4,384 Mrd. Franken (2,73 Mrd. Euro). Allein im vierten Quartal verbuchte die Bank unter dem Strich einen Verlust von 12,451 Mrd. Franken. Im Geschäftsjahr 2006 hatte die größte Bank der Schweiz noch einen Gewinn von 12,2 Mrd. Franken erwirtschaftet.
Die UBS gehört zu den größten Verlierern der weltweiten Finanzkrise. Der Konkurrent, die Credit Suisse, kam hingegen vergleichsweise glimpflich davon.
Frisches Geld
Bankchef Marcel Rohner nannte das Ergebnis „klar unakzeptabel“. Um die Milliardenabschreibungen zu kompensieren braucht die UBS frisches Geld, das sie sich über eine Wandelanleihe beschaffen wird. Elf Mrd. Franken soll ein Staatsfonds aus Singapur beisteuern, zwei Mrd. ein ungenannter Investor aus dem Nahen Osten.
Laut Rohner wird auch 2008 wegen der schwachen Aktienmärkte und der sich verschlechternden Konjunktur ein schwieriges Jahr werden. Die UBS-Aktie gab am Donnerstag deutlich nach, da Analysten mit weiteren Abschreibungen rechnen.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.02.2008)