Burma: Militärjunta schließt Suu Kyi von Wahlen aus

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Ein obskurer Passus im Wahlrecht verbietet der Friedens-Nobelpreisträgerin eine Kandidatur bei den für 2010 angekündigten Wahlen.

Die Militärjunta in Burma will Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi von den geplanten Wahlen 2010 ausschließen. Das sagte Singapurs Außenminister George Yeo nach einem Bericht der Lokalzeitung "Straits Times" am Dienstagabend in Singapur. Dort begann am Montag ein Treffen der Außenminister der ASEAN-Staaten, zu denen Burma gehört.

Als Grund habe der burmesische Außenminister Nyan Win eine Bestimmung genannt, wonach Staatsbürger, die mit Ausländern verheiratet sind oder waren, nicht kandidieren dürfen. Suu Kyi war mit einem Briten verheiratet, der 1999 starb. Yeo bezeichnete die Bestimmung als "unzeitgemäß".

Die Militärjunta war nach den brutal niedergeschlagenen Massenprotesten im September unter internationalen Druck gekommen. Sie stellte einen Dialog mit der Opposition in Aussicht. Anführerin ist Suu Kyi. Im Mai soll über eine neue Verfassung abgestimmt werden. (APA)