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Kleinparteien: KPÖ peilt mehr als ein Prozent an

(c) Die Presse (Bruckberger)
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"Wir sind Realisten, keine Utopisten", sagte KPÖ-Spitzenkandidat Franz Kral. "Vier Prozent plus" und damit den Einzug in den Landtag will "Die Christen - Partei" (DCP) schaffen.

Die KPÖ, die wie die vier Landtagsparteien landesweit kandidiert, peilt bei der NÖ-Wahl 08 am kommenden Sonntag "mehr als ein Prozent der Stimmen" an. "Wir sind Realisten, keine Utopisten", sagte Spitzenkandidat Franz Kral zur APA - Austria Presse Agentur. 2003 waren 7.074 Stimmen (0,8 Prozent) auf die Kommunisten entfallen.

Im Mittelpunkt des Wahlkampfes stehen Kral zufolge Themen wie Arbeit, Wohnen und Gesundheit. Darüber hinaus gehe es der KPÖ um "mehr Demokratie". Dazu zähle etwa verstärkte Mitsprache der Bürger bei Großprojekten. Beispiele dafür in Niederösterreich seien der Flughafen-Ausbau und die Donaubrücke Traismauer.

"Vier Prozent plus" und damit den Einzug in den Landtag will "Die Christen - Partei" (DCP) schaffen. An Themen nannte Spitzenkandidat Rudolf Gehring in der Familienpolitik etwa ein Müttergehalt als "wirksamste flankierende Maßnahme zum Lebensschutz". Die DCP, die außer in Bruck a.d. Leitha in allen Wahlkreisen kandidiert, trete auch gegen Abtreibungen in NÖ Krankenhäusern ein. Im Kulturbereich werde die Schließung des Nitsch-Museums gefordert, das "unsinnige Kosten" verursache und eine "Verhöhnung der christlichen Religion" sei. "Der größte Preistreiber ist die öffentliche Hand", merkte Gehring zur Teuerungswelle an. Abgaben wie jene zur Seuchenvorsorge seien abzuschaffen, andere Gebühren (Müll, Wasser, Kanal) zu verbilligen.

"Wir wollen so viele Stimmen wie möglich bekommen und vier Prozent schaffen", sagte Seyfi Öztürk, Spitzenkandidat der "Liste für unser Niederösterreich" (LNÖ), die freilich nur in sechs Wahlkreisen (Baden, Gänserndorf, Lilienfeld, Neunkirchen, St. Pölten und Wiener Neustadt) die notwendige Zahl von Unterstützungserklärungen erhalten hat. "Wir arbeiten hart und kämpfen Tag und Nacht." Ihre wichtigste Aufgabe sehe die LNÖ darin, "Bindeglied zwischen Migranten und Einheimischen" zu sein, so Öztürk.

Die Tierrechtspartei (TRP), die nur in Mödling antritt, will in diesem Wahlkreis laut Spitzenkandidat Ralph Chaloupek "stärkste Kleinpartei" werden. "In diesem Wahlkampf" gehe es nur um Tierschutz. In Zukunft wolle die TRP mit weiteren Themen auch bei Nationalrats- und EU-Wahlen kandidieren.

(APA)