Wiener Börse in der Früh: ATX legt wieder zu

Am Vortag hatten führende Notenbanken der Welt in einer gemeinsamen Aktion Maßnahmen zur Minderung von Spannungen an den Geldmärkten ergriffen.

In einem durchwegs freundlichen europäischen Marktumfeld und getrieben von den starken Kursgewinnen der US-Börsen konnte der Wiener Markt am Mittwoch erneut kräftig zulegen. Am Vortag hatten führende Notenbanken der Welt in einer gemeinsamen Aktion Maßnahmen zur Minderung von Spannungen an den Geldmärkten ergriffen. Dies hatte für klar positive Reaktionen an den zuletzt gebeutelten Finanzmärkten gesorgt.

"Die Märkte haben gestern sehr gut darauf reagiert, dass die Fed Kapital in den Markt pumpen wird. Das wird die Börsen auch heute nach oben ziehen", hieß es von einem Händler im Vorfeld der Sitzung. "Es könnte allerdings sein, dass es im Laufe des Tages zu Gewinnmitnahmen kommt", grenzte er die Erwartungen jedoch ein.

Vor allem die Banktitel hatten am Dienstag von der Ankündigung der Notenbanken profitiert, der positive Trend Dienstag setzte sich auch im Frühhandel weiter fort. Erste Bank zogen um 2,51 Prozent auf 38,36 Euro (439.409 gehandelte Stück in Einfachzählung) an. Auch Raiffeisen International kletterten kräftig um 1,87 Prozent auf 83,53 Euro (86.751 Stück) nach oben.

Für ebenfalls freundliche Kursreaktionen sorgte die Vorlage von Geschäftsergebnissen sowohl von Schoeller-Bleckmann als auch der RHI. Ein Händler bezeichnete die Zahlen beider Unternehmen als "in line". RHI konnten bei Umsatz und Ergebnis zulegen, die Aktien taten es ihnen gleich und zogen um 0,52 Prozent auf 27,03 Euro (9.026 Stück) an. Schoeller-Bleckmann meldete neben einem Rekordgeschäftsjahr auch die Erhöhung der Dividende von 0,80 auf 1,10 Euro je Anteilsschein - in Reaktion legten die Papiere um 0,91 Prozent auf 54,49 Euro (4.405 Stück) zu.

Bei der Post sorgte eine Analyse der Deutschen Bank für Bewegung. Die Wertpapierexperten haben das Kursziel für die Post-Titel von 28,40 auf 30,0 Euro angehoben. Das Anlagevotum "buy" wurde bestätigt. Die Anteilsscheine verteuerten sich im Frühhandel um 1,28 Prozent auf 26,85 Euro (10.902 Stück).

Mit geringfügigen Abschlägen notierten Zumtobel und gaben um 0,06 Prozent auf 17,00 Euro (94.855 Stück) nach. JP Morgan hatte das Kurziel für die Papiere von 32,0 auf 25,0 Euro gesenkt. Die Anlageempfehlung "Neutral" wurde bestätigt.

Nachdem OMV am Vortag entgegen dem Branchentrend verloren hatten, fanden sie wieder Anschluss an die übrigen Ölwerte und mischten sich im frühen Geschäft mit plus 2,79 Prozent auf 44,51 Euro (140.570 Stück) unter die größten Kursgewinner im prime market.

Die Wiener Börse zeigte sich am Mittwoch im frühen Handel bei hohem Anfangsvolumen mit sehr fester Tendenz. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr MEZ mit 3.798,52 Punkten nach 3.729,10 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Plus von 69,42 Punkten bzw. 1,86 Prozent.

Der ATX Prime notierte bei 1.822,40 Zählern und damit um 1,72 Prozent oder 30,82 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 39 Titel mit höheren Kursen, fünf mit tieferen und vier unverändert. In neun Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 1.534.421 (Vortag: 536.618) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 88,461 (30,71) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

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