Bei einem negativen internationalen Umfeld präsentiert sich die Wiener Börse klar in der Verlustzone. Bankenwerte drehen deutlich ins Minus.
Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Donnerstag, zu Mittag bei durchschnittlichem Volumen mit schwacher Tendenz. Der heimische Aktienmarkt bewegte sich von Handelsbeginn weg klar in der Verlustzone und zeigte sich den Vormittag über auf tiefem Niveau seitwärts. Als Belastungsfaktoren wirkte das schwache Umfeld und die negativen Vorgaben aus Asien. Zudem hatte der Dow Jones-Index nahe seines Tagestiefs geschlossen.
Der ATX wurde um 12.00 Uhr MEZ mit 3.704,91 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 71,68 Punkten bzw. 1,90 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -2,48 Prozent, FTSE/London -2,07 Prozent und CAC-40/Paris -2,25 Prozent.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 3.776,87 Punkten, das Tagestief lag gegen 10.05 Uhr bei 3.694,53 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,88 Prozent tiefer bei 1.776,96 Punkten. Im prime market zeigten sich neun Titel mit höheren Kursen, 41 mit tieferen und einer unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 3.441.884 (Vortag: 3.937.537) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 164,146 (223,59) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 506.529 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 37,64 Mio. Euro entspricht.
Bankenwerte unter Druck
Deutlichen Druck auf den ATX brachten die Abschläge bei den Bankenwerten. Die am Dienstag angekündigten Aktionen der Zentralbanken hätten nur kurz zu einer Erholung geführt, hieß es. Erste Bank gaben ihre Vortagesgewinne zur Gänze ab und brachen um 4,29 Prozent auf 36,99 Euro ein (506.529 gehandelte Stück in Einfachzählung) und Raiffeisen International fielen um 2,27 Prozent auf 80,63 Euro (192.832 Stück).
OMV als einzige positiv
Gegen den Trend stemmten sich OMV, die um 0,41 Prozent auf 44,12 Euro anzogen (193.072 Stück) und damit das einzige Schwergewicht mit positivem Vorzeichen waren. Die Aktien konnten sich damit auch gegen den europaweit negativen Branchentrend durchsetzen.
Wiener Flughafen verlieren
Trotz eines Passagierplus von 20 Prozent im Februar gehörten Flughafen-Aktien zu den klaren Verlierern. Die Titel reduzierten sich um 2,00 Prozent auf 73,60 Euro (23.690 Stück).
Mayr-Melnhof
Mayr-Melnhof, die zwar ein Rekordergebnis berichtet, die Analystenerwartungen jedoch enttäuscht hatten, stiegen leicht um 0,17 Prozent auf 66,34 Euro (2.959 Stück). Das Unternehmen stellt den Aktionären eine Dividendenerhöhung um 0,30 Euro auf 1,70 Euro in Aussicht.
Einschätzungen von Goldman Sachs
Mehrere Analysen zu heimischen Unternehmen gab es von Goldman Sachs. In einer Ersteinschätzung stufen die Wertpapierexperten sowohl Schoeller-Bleckmann (SBO) als auch Zumtobel mit "Buy" ein. SBO-Aktien fielen um 1,49 Prozent auf 52,75 Euro (9.117 Stück) und Zumtobel gaben um 3,73 Prozent auf 15,50 Euro nach (220.716 Stück). Auch Palfinger wurden zum ersten Mal bewertet, hier wurde eine "Neutral"-Empfehlung ausgesprochen. Palfinger notierten um 2,19 Prozent tiefer bei 20,52 Euro (22.393 Stück).
(APA/Red.)