Am Nachmittag wurden unter den Erwartungen liegende US-Einzelhandelsumsätze für den Monat Februar berichtet.
"Heute laufen fast alle Aktien schlecht, da gibt es nur wenige Ausnahmen", kommentierte ein Händler das Geschehen am heimischen Aktienmarkt. Als Belastungsfaktoren führte er das allgemein schwache europäische Börsenumfeld an. Am Nachmittag wurden unter den Erwartungen liegende US-Einzelhandelsumsätze für den Monat Februar berichtet.
Zu den positiven Ausnahmen gehörten die Papiere der OMV und des Verbund. Hier wirke der hohe Ölpreis kurstreibend, hieß es von Händlerseite. OMV legten um 0,64 Prozent auf 44,22 Euro zu (290.396 gehandelte Stück in Einfachzählung) und Verbund gewannen 0,69 Prozent auf 48,02 Euro (290.396 Stück).
Dagegen büßten die Bankentitel deutlich an Wert ein. "Zuletzt ging es für die Banken wegen der Aktion der Notenbanken nach oben, jetzt kommen die Aktien wieder zurück", kommentierte ein Händler. Erste Bank rutschten um 3,65 Prozent auf 37,24 Euro ab (794.083 Stück) und Raiffeisen International reduzierten sich um 3,21 Prozent auf 79,85 Euro (289.199 Stück).
Für Zumtobel, die bereits die vorangegangenen vier Handelstage klar im Minus geschlossen hatten, ging es um 5,84 Prozent auf 15,16 Euro nach unten (649.447 Stück). Da nützte auch die Ersteinschätzung "Buy" durch Goldman Sachs nichts. "Das Unternehmen bringt nächste Woche Ergebnisse, offensichtlich werden schwache Zahlen erwartet", sagte ein Händler.
Ein Passagierplus von 20 Prozent rettete die Aktien des Flughafen Wien nicht vor Verlusten. Die Titel verschlechterten sich um 2,66 Prozent auf 73,10 Euro (29.682 Stück).
Mayr-Melnhof, die zwar ein Rekordergebnis berichtet, die Analystenerwartungen jedoch enttäuscht hatten, gaben um 0, 50 Prozent auf 65,90 Euro nach (7.159 Stück). Das Unternehmen stellt den Aktionären eine Dividendenerhöhung um 0,30 Euro auf 1,70 Euro in Aussicht.
SW Umwelttechnik startet ein Aktienrückkaufprogramm. Im Zeitraum vom 14. März bis Ende August 2008 soll rund 1 Prozent des derzeitigen Grundkapitals zurückgekauft werden. Der Erwerb soll zum aktuellen Börsekurs, jedoch höchstens um 100 Euro und mindestens um 1 Euro je Aktie erfolgen. SW Umwelttechnik fielen um 2,52 Prozent auf 92,50 Euro (482 Stück).
Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Donnerstag, am Nachmittag bei eher geringem Volumen mit schwacher Tendenz. Der ATX wurde um 14.15 Uhr MEZ mit 3.715,73 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 60,86 Punkten bzw. 1,61 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -2,32 Prozent, FTSE/London -1,83 Prozent und CAC-40/Paris -2,52 Prozent.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 3.776,87 Punkten, das Tagestief lag gegen 10.05 Uhr bei 3.694,53 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 1,66 Prozent bei 1.780,93 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market acht Titel mit höheren Kursen, 43 mit tieferen und zwei unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 4.774.323 (Vortag: 5.735.057) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 244,58 (331,07) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 794.083 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 58,98 Mio. Euro entspricht. (APA)