Wiener Börse am Nachmittag: Feste Tendenz

Eine geringere Inflation in den USA lässt die Börsen aufatmen. So präsentiert sich auch die Wiener Börse am Nachmittag fester.

Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Freitag, am Nachmittag bei schwachem Volumen mit fester Tendenz. "Nach der Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten ging es europaweit nach oben", sagte ein Händler. Die Inflation ist im Monatsabstand im Februar geringer ausgefallen als erwartet. Dies mache weitere Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed sehr wahrscheinlich. An den Märkten geht man von einer Senkung des Leitzinses um 50 Basispunkte in der kommenden Woche aus.

Der ATX wurde um 14.15 Uhr MEZ mit 3.782,42 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 43,68 Punkten bzw. 1,17 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +1,20 Prozent, FTSE/London +0,99 Prozent und CAC-40/Paris +1,48 Prozent.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX nach 14.15 Uhr bei 3.782,42 Punkten, das Tagestief lag um 09.30 Uhr bei 3.729,83 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Plus von 1,01 Prozent bei 1.808,80 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 24 Titel mit höheren Kursen, 22 mit tieferen und fünf unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.985.190 (Vortag: 4.774.323) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 171,60 (244,58) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 472.034 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 35,71 Mio. Euro entspricht.

voestalpine

Die Aufschläge führten Aktien von voestalpine an. Die Titel kletterten um 5,81 Prozent auf 44,97 Euro (382.920 gehandelte Stück in Einfachzählung). "Stahlwerte sind generell in Europa stark, aber voestalpine stechen besonders hervor", kommentierte ein Händler. Fundamentale Nachrichten habe es jedoch nicht gegeben.

Finanzsektor

Der Finanzsektor wurde von einer Finanzspritze an Bear Stearns durch JP Morgan und der New Yorker Federal Reserve nach oben gezogen. Erste Bank zogen um 2,66 Prozent auf 38,60 Euro an (472.034 Stück) und Raiffeisen International gewannen 0,80 Prozent auf 81,59 Euro (147.657 Stück). Zur Erste Bank kam auch eine Analyse der RCB, in der das Kursziel für Erste-Titel von 62 auf 52 Euro reduziert wurde bei gleichzeitiger Bestätigung der Anlageempfehlung "Buy".

A-Tec

A-Tec werden von Goldman Sachs weiterhin mit "Buy" empfohlen. Das Kursziel wurde von 97 auf 84 Euro gesenkt. A-Tec verbesserten sich dennoch um 1,42 Prozent auf 58,70 Euro (8.289 Stück).

Telekom Austria

Telekom Austria verloren 0,20 Prozent auf 14,66 Euro (245.497 Stück). Von der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) kam eine Bestätigung der Kaufempfehlung für die Telekom-Aktien. Ebenfalls bekräftigt wurde das Kursziel von 24,80 Euro.

Zumtobel

Die zuletzt stark abgestraften Aktien des Leuchtenherstellers Zumtobel, der am kommenden Dienstag seine Drittquartalszahlen vorlegt, konnten um 4,55 Prozent auf 16,30 Euro vorrücken (350.763 Stück). Zu den Tagesgewinnern gehörten auch Schoeller-Bleckmann, die bereits am Mittwoch Unternehmenszahlen präsentiert hatten. Die Aktien kletterten um 2,89 Prozent auf 54,79 Euro (30.245 Stück).

(APA/Red.)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:


Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.