Wiener Börse in der Früh: ATX startet mit dickem Minus

Am Wochenende hat die US-Finanzkrise mit der erzwungenen Übernahme von Bear Stearns durch JP Morgan einen neuen Höhepunkt erreicht.

Der ATX zeigte sich im Frühhandel weiterhin mit deutlichen Abschlägen quer durch alle Branchen. Am Wochenende hat die US-Finanzkrise mit der erzwungenen Übernahme von Bear Stearns durch JP Morgan einen neuen Höhepunkt erreicht. Die US-Notenbank hat zudem am Sonntag überraschend den Diskontsatz um 0,25 Prozentpunkte gesenkt.

Nach äußerst schwachen Vorgaben von den asiatischen Märkten zeigte sich auch das europäische Umfeld im frühen Geschäft einheitlich mit deutlichen Kursverlusten. Zu den größten Verlierern zählten Titel des Finanz-Sektors.

Auch die heimischen Bankwerte standen unter Druck. So mussten Erste Bank ein Minus von 3,84 Prozent auf 36,05 Euro (254.297 Stück) verbuchen und Raiffeisen International rutschten um 3,29 Prozent auf 75,24 Euro (113.428 Stück) ab. Bei den Versicherern büßten Vienna Insurance Group 4,06 Prozent auf 50,31 Euro (14.053 Stück) ein.

Nach den deutlichen Zugewinnen vom Freitag korrigierten voestalpine um 3,61 Prozent nach unten auf 43,54 Euro (69.049 Stück). Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktien des Stahlkonzerns um 2,3 Prozent auf nunmehr 45 Euro angehoben.

Sehr schwach zeigten sich auch A-Tec mit einem Abschlag von 5,71 Prozent auf 55,15 Euro (3.225 Stück) sowie Zumtobel, die um 4,92 Prozent auf 15,64 Euro (31.316 Stück) verloren. Bwin notierten um 4,64 Prozent tiefer bei 17,66 Euro (28.292 Stück).

AUA zeigten sich nach Vorlage von Verkehrsergebnissen mit minus 0,19 Prozent auf 5,24 Euro (31.661 Stück) nur wenig verändert. SkyEurope verloren deutlicher an Höhe und notierten um 2,80 Prozent tiefer bei 1,04 Euro (59.400 Stück).

Die Wiener Börse zeigte sich am Montag im frühen Handel bei hohem Anfangsvolumen mit sehr schwacher Tendenz. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr MEZ mit 3.617,26 Punkten nach 3.718,17 Einheiten am Freitag errechnet, das ist ein Minus von 100,91 Punkten bzw. 2,71 Prozent.

Der ATX Prime notierte bei 1.736,68 Zählern und damit um 2,46 Prozent oder 43,72 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich vier Titel mit höheren Kursen, 39 mit tieferen und zwei unverändert. In zwölf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 1.332.500 (Vortag: 339.561) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 66,864 (15,82) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt. (APA)

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