Die US-Futures deuten nach dem schwachen Freitag neuerlich auf eine sehr schwache Eröffnung an der Wall Street hin.
Der ATX drehte am frühen Nachmittag noch deutlicher ins Minus ab und lag knapp fünf Prozent tiefer. Auch das europäische Umfeld zeigte sich weiterhin mit deutlichen Abschlägen. Die US-Futures deuten neuerlich auf eine sehr schwache Eröffnung an der Wall Street hin. Die US-Finanzkrise hat am Wochenende mit der erzwungenen Übernahme von Bear Stearns durch JP Morgan einen neuen Höhepunkt erreicht und drückt die Märkte weltweit nach unten.
Europaweit zählten die Bank-Aktien zu den größten Verlierern. In Wien rutschten Raiffeisen International um 5,17 Prozent auf 73,78 Euro (464.469 Stück) ab und Erste Bank fielen um 6,43 Prozent auf 35,08 Euro (1.894.083 Stück). Unter den Versicherern mussten Vienna Insurance einen Abschlag von 6,18 Prozent auf 49,20 Euro (92.485 Stück) hinnehmen.
voestalpine büßten 7,44 Prozent auf 41,81 Euro (441.392 Stück) ein. Am Freitag hatten die Aktien noch mehr als sechs Prozent zulegen können. Goldman Sachs hat die Einstufung "sell" bestätigt, das Kursziel jedoch leicht von 44 auf 45 Euro nach oben revidiert.
Unter den übrigen Indexschwergewichten verloren OMV 5,10 Prozent auf 41,28 Euro (468.229 Stück). Telekom Austria sanken um 3,19 Prozent auf 13,94 Euro (1.161.432 Stück). Sehr schwach zeigten sich auch A-Tec mit minus 9,42 Prozent auf 52,98 Euro (14.177 Stück).
Bwin brachen um 8,21 Prozent auf 17,00 Euro (134.986 Stück) ein. Die bwin International Ltd. hat im Zuge ihrer Rechtsstreitigkeiten in Deutschland einen Rückschlag erlitten. Der deutsche Bundesgerichtshof hat bwins Antrag auf Vollstreckungsschutz abgelehnt, wurde bekannt.
SkyEurope begaben sich auf Sinkflug und fielen um 8,41 Prozent auf 0,98 Euro (394.779 Stück). AUA verloren nach Vorlage von Passagierzahlen 2,67 Prozent auf 5,11 Euro (89.365 Stück). "Die Zahlen waren gar nicht so schlecht - aber solche Meldungen gehen heute einfach unter", kommentierte ein Marktteilnehmer.
Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Montag, am Nachmittag bei hohem Volumen mit deutlichen Abschlägen auf breiter Front. Der ATX wurde um 14.15 Uhr MEZ mit 3.536,40 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 181,77 Punkten bzw. 4,89 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -4,08 Prozent, FTSE/London -3,47 Prozent und CAC-40/Paris -3,11 Prozent.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 3.718,17 Punkten, das Tagestief lag kurz vor 14.00 Uhr bei 3.518,48 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 4,63 Prozent bei 1.697,95 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market ein Titel mit höheren Kursen, 51 mit tieferen und einer unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 8.633.515 (Vortag: 2.985.190) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 435,07 (171,60) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 1.894.083 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 135,31 Mio. Euro entspricht. (APA)