Neues „Eisernes Kreuz"

Der Chef des Verbands der Reservisten der Bundeswehr, Ernst-Reinhard Beck, fordert eine Neuauflage des Eisernen Kreuzes. Insofern nichts Neues.

Das Teutonenkreuz hatten doch schon die Deutschritter vor 700 Jahren, wird gegenüber Kritikern argumentiert, den Orden habe es schon seit den Napoleonischen Befreiungskriegen gegeben, usw. usf. - mit derselben Berechtigung könnte man Ähnliches für die Swastika feststellen. Sie ist als Sonnenrad schon seit mehr als 6000 Jahren belegt und wurde, lange bevor sie die NSDAP zu ihrem Parteisymbol machte, z. B. von der Lebensreform- und Jugendbewegung im 19. Jh. gebraucht. Trotzdem käme niemand (. . .) heute im europäischen Kontext auf die Idee, sie zu benutzen - zu sehr ist das Hakenkreuz mit der Shoah und dem weltweiten Raubzug der Faschisten verbunden.

Das Eiserne Kreuz, 2,3 Mio. Mal an tapfere Teilnehmer eben jenes Raubzuges verliehen (. . .), war der Kriegsorden der Wehrmacht - einer Aggressionsarmee, die den Vernichtungskrieg der Nazis als deren Instrument mitbetrieb. Nur um dies hier festzuhalten. (. . .)

Achim Hecht
Deutschland

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