Nach einem guten Start hatte die Wiener Börse am Vormittag ins Minus gedreht. Am Nachmittag konnte sie Terrain gut machen.
Nach einem positiven Handelsstart hatte die Wiener Börse am Vormittag ins Minus gedreht. Gemeinsam mit den US-Futures konnten die europäischen Märkte die Verluste am frühen Nachmittag jedoch deutlich eingrenzen. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat mit den Zahlen zum vergangenen ersten Quartal die Analystenerwartungen übertroffen. Börsianern zufolge hätte sich die Stimmung an den US-Börsen daraufhin verbessert. Abgesehen von einer Reihe von aktuellen Analystenkommentaren blieb die Meldungslage dünn.
Gedrückt wurde der Leitindex von den Abschlägen der Telekom Austria. Die Aktien erlitten einen deutlichen Verlust von 3,37 Prozent auf 13,47 Euro (1.159.911 Stück in Einzelzählung). Belastet von einem schwachen Ausblick der Deutschen Telekom für 2008, sei der gesamte europäische Telekommunikationssektor unter Druck geraten, hieß es zur Begründung aus dem Handelsraum. Weiters wurde bekannt, dass die Experten von JP Morgan das Kursziel von 25,30 auf 17,50 Euro gesenkt haben. Die Anlageempfehlung "Overweight" wurde bestätigt.
Die anderen ATX Five-Werte zeigten ein uneinheitliches Bild. voestalpine gewannen 1,85 Prozent auf 42,42 Euro (451.533 Stück) und gehörten somit zu den stärksten Werten im ATX Prime. OMV notierten ebenfalls fester mit plus 0,43 Prozent bei 41,63 Euro (263.379 Stück). Uneinheitlich tendierten hingegen die Bankwerte. Während Erste Bank 0,82 Prozent auf 37,00 Euro (737.928 Stück) stiegen, sanken Raiffeisen International 1,00 Prozent auf 78,19 Euro (221.398 Stück).
Die Wertpapiere der Post AG verloren 1,23 Prozent auf 26,57 Euro (79.897 Stück). Die Experten von Goldman Sachs haben ihr Anlagevotum "buy" bestätigt und das Kursziel von 31,50 auf 33 Euro angehoben.
AUA-Titel sanken 0,59 Prozent auf 5,09 Euro (52.866 Stück). Die UniCredit hat ihre Empfehlung "Hold" für die Aktien der Fluglinie bekräftigt, das Kursziel aber jedoch von 6 auf 5,8 Euro gesenkt.
Die Wertpapiere der Immoeast notierten mit einem Abschlag von 0,17 Prozent bei 5,84 Euro (498.990 Stück) vor Zahlen. Der Immobilienentwickler wird morgen, am Donnerstag, Ergebnisse zum vergangenen dritten Quartal (Ende mit 31. Jänner ) vorlegen.
Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Mittwoch, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit knapp behaupteter Tendenz. Der ATX wurde um 14.15 Uhr MEZ mit 3.594,38 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 6,02 Punkten bzw. 0,17 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,13 Prozent, FTSE/London -0,37 Prozent und CAC-40/Paris +0,40 Prozent.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.30 Uhr bei 3.664,75 Punkten, das Tagestief lag knapp vor 13.30 bei 3.564,74 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,20 Prozent bei 1.727,70 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 19 Titel mit höheren Kursen, 35 mit tieferen und einer unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 5.404.382 (Vortag: 4.439.757) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 279,93 (234,67) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 737.928 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 54,31 Mio. Euro entspricht. (APA)