Negative US-Vorgaben belasten, alle Schwergewichte waren in der Früh im Minus.
Als Belastungsfaktor wirkten sich - wie auch an den übrigen europäischen Börsen - die Vorgaben aus den USA und Asien aus, wo Teilnehmern zufolge Gewinnmitnahmen nach den deutlichen Anstiegen vom Vortag zu den Kursverlusten geführt hätten. In den Blickpunkt dürfte im Verlauf der große Verfallstermin oder "dreifache Hexensabbat" geraten. Von einem solchen wird gesprochen, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen, also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien, auf den gleichen Tag fällt.
Die Aktien der Telekom Austria sanken um 2,66 Prozent auf 13,54 Euro (130.025 gehandelte Stück in Einfachzählung). Besondere Unternehmensnachrichten gab es hier bisher nicht. Die Citigroup hat in einer aktuellen Studie das Kursziel mit 17,0 Euro ebenso bestätigt wie die Anlageempfehlung "Hold".
Auch die übrigen Schwergewichte zeigten sich im negativen Terrain. So ging es für Erste Bank um 1,49 Prozent auf 36,25 Euro nach unten (55.081 Stück). Zu Raiffeisen International kam eine Senkung des Kursziels von 140,7 auf 104,0 Euro durch Merrill Lynch. Raiffeisen-Anteile verschlechterten sich um 1,08 Prozent auf 77,07 Euro (9.748 Stück).
Der deutlich gesunkene Ölpreis führte am Vorabend in den USA zu starken Abschlägen bei den Ölwerten. Für die OMV ging es bis dato um 1,41 Prozent auf 41,18 Euro nach unten (20.847 Stück). Im Branchendurchschnitt des Euro-Stoxx-600 verloren die Öl- und Gaswerte um 1,30 Prozent. Voestalpine zeigten sich mit einem Minus von 1,70 Prozent auf 41,74 Euro (87.968 Stück) geringer belastet als der europäische Sektor, der im Durchschnitt um 3,60 Prozent verlor und damit Tagesverlierer war.
bwin gehörten nach der Veröffentlichung von vorläufigen Geschäftszahlen 2007 mit Aufschlägen von 1,38 Prozent auf 18,35 Euro zu den Gewinnern (10.197 Stück). Im abgelaufenen Geschäftsjahr verringerten sich demzufolge die Brutto-Gaming-Erträge gegenüber dem Jahr davor von 381,7 auf 353,5 Mio. Euro.
Immoeast standen nach der Veröffentlichung von Neunmonatsergebnissen unter Druck. Der Umsatz verbesserte sich zwar um 62 Prozent, doch das Betriebsergebnis wurde von einem größeren Brocken an Immobilien-Abwertungen im abgelaufenen Quartal belastet und fiel um 22,3 Prozent. Die Aktien der Immofinanz-Tochter reduzierten sich um 1,91 Prozent auf 5,66 Euro (229.526 Stück).
Zu Zumtobel meldeten sich die Analysten von Goldman Sachs zu Wort. Sie reduzierten das Kursziel um 14 Prozent auf 21,6 Euro. Die Aktien des Leuchtenherstellers notierten um 0,49 Prozent schwächer bei 16,35 Euro (14.322 Stück).
Die Wiener Börse zeigte sich am Donnerstag im frühen Handel bei durchschnittlichem Anfangsvolumen mit schwacher Tendenz. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen wurde der ATX um 9.45 Uhr MEZ mit 3.556,10 Punkten nach 3.598,28 Einheiten am Mittwoch errechnet, das ist ein Minus von 42,18 Punkten bzw. 1,17 Prozent.
Der ATX Prime notierte bei 1.707,24 Zählern und damit um 1,21 Prozent oder 20,85 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 13 Titel mit höheren Kursen, 30 mit tieferen und einer unverändert. In 13 Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 993.902 (Vortag: 972.770) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 44,152 (56,05) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt. (APA)