Gewinnmitnahmen, schlechte Vorgaben aus Asien, Verkauf von Finanzwerten: Der ATX notierte 1,57 Prozent tiefer.
Der ATX rutschte im Verlauf des Vormittags noch etwas stärker ins Minus ab. Bereits kurz nach der Eröffnung war der Leitindex im Gleichschritt mit dem europäischen Umfeld recht deutlich in den roten Bereich abgetaucht. Ein Marktteilnehmer begründete die schwache Tendenz mit Gewinnmitnahmen sowie den negativen Vorgaben aus Asien.Aktien der Finanzbranche fanden sich europaweit auf den Verkaufslisten der Investoren. In Wien korrigierten Erste Bank um 2,15 Prozent nach unten auf 43,21 Euro (235.539 Stück). Raiffeisen International mussten ein Minus von 1,54 Prozent auf 93,64 Euro (79.144 Stück) verbuchen.
Auch die Versicherer büßten an Terrain ein. So rutschten Vienna Insurance Group um 2,46 Prozent auf 47,26 Euro (95.929 Stück) ab. UNIQA zeigten sich mit einem Abschlag von 1,17 Prozent auf 16,90 Euro (8.790 Stück).
Sehr schwach präsentierten sich auch Wienerberger mit einem Minus von 3,61 Prozent auf 35,49 Euro (195.261 Stück). Telekom Austria schwächten sich um 2,60 Prozent auf 13,88 Euro (343.776 Stück) ab. Voestalpine konnten sich dem negativen Trend ebenfalls nicht entziehen und verbilligten sich um 2,04 Prozent auf 45,06 Euro (102.349 Stück).
Gegen den Trend stemmten sich BWT mit einem Kursanstieg um 3,29 Prozent auf 25,73 Euro (31.197 Stück). Die Titel hatten am Vortag mehr als vier Prozent eingebüßt. Der Wasseraufbereiter kündigte den Rückkauf eigener Aktien über die Börse an.
Flughafen Wien schwächten sich um 0,51 Prozent auf 78,00 Euro (16.951 Stück) ab. Die Analysten der Erste Bank haben die Einstufung von "accumulate" auf "hold" und das Kursziel von 85 auf 84 Euro zurückgenommen.
Für Zumtobel hat die Erste Bank das Anlagevotum hingegen von "accumulate" auf "buy" hinaufgesetzt. Das Kursziel wurde von 33 auf 25 Euro gekürzt. Die Aktien des Leuchtenherstellers verloren 1,64 Prozent auf 17,43 Euro (94.466 Stück).
Die Wiener Börse präsentierte sich heute, Dienstag, zu Mittag bei schwachem Volumen mit tieferen Notierungen. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 3.940,30 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 64,58 Punkten bzw. 1,61 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,22 Prozent, FTSE/London -0,94 Prozent und CAC-40/Paris -1,04 Prozent.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX zu Sitzungsbeginn bei 4.004,62 Punkten, das Tagestief lag zu Mittag bei 3.940,23 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 1,57 Prozent tiefer bei 1.870,26 Punkten. Im prime market zeigten sich sieben Titel mit höheren Kursen, 42 mit tieferen und zwei unverändert. In sechs Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 2.270.629 (Vortag: 2.720.379) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 112,401 (136,98) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 235.539 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 20,49 Mio. Euro entspricht. (APA)