Wiener Börse am Nachmittag: ATX dreht ins Minus

Schwaches Volumen und eine leicht negative Tendenz prägen den heimischen Markt am Freitagnachmittag. Schlechte Zahlen von General Electric aus den USA trüben auch hierzulande die Aussicht.

Die Wiener Börse präsentierte sich am Freitagnachmittag bei schwachem Volumen mit leichterer Tendenz. Der heimische Aktienmarkt drehte am frühen Nachmittag mit den europäischen Leitbörsen in die Verlustzone.

Schwache Zahlen und eine Gewinnwarnung des als Indikator für die Konjunktur gesehenen US-Mischkonzerns General Electric (GE) drückten die Indizes vor dem Beginn des G7-Treffens in Washington D.C. und der Eröffnung der Wall Street nach unten. "Der GE-Ausblick hat dem Markt nicht gut getan", kommentierte ein Händler.

Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 3.874,61 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 14,76 Punkten bzw. 0,38 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -1,20 Prozent, FTSE/London -0,83 Prozent und CAC-40/Paris -1,07 Prozent.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 10:30 Uhr bei 3.938,97 Punkten, das Tagestief lag aktuell bei 3.872,76 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,32 Prozent bei 1.843,43 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market 23 Titel mit höheren Kursen, 30 mit tieferen und zwei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

prime market

Bis dato wurden im prime market 2.878.014 (Vortag: 5.186.578) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 165,89 (302,33) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Bank mit 764.666 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 63,55 Mio. Euro entspricht.

Erste Bank

Die größte Belastung für den ATX stellten die Kursverluste bei der Erste Bank dar, die den Leitindex allein 15,73 Punkte kosteten. Erste-Aktien fielen um 2,30 Prozent auf 40,79 Euro (764.666 gehandelte Stück). Hier belaste weiterhin die Verkaufsempfehlung der Deutsche Bank. Raiffeisen International kamen von ihrem Tageshoch bei 93,69 Euro zurück und fielen um 0,10 Prozent auf 90,96 Euro (143.271 Stück).

OMV

Zur OMV meldeten sich die Wertpapierexperten der Citigroup zu Wort. Sie heben das Kursziel für die Titel von 44,0 auf 44,50 Euro geringfügig an. Die OMV-Papiere drehten am Nachmittag mit 0,53 Prozent auf 45,15 Euro ins Minus (241.985 Stück).

Flughafen Wien

Flughafen-Aktien stiegen um 2,74 Prozent auf 78,38 Euro an die ATX-Spitze (21.093 Stück). Der Flughafen Wien hat ein Passagierwachstum von 14,8 Prozent im März berichtet. Die Zahlen sind Händlern zufolge gut ausgefallen.

Bene und A-Tec

Bisherige Tagessieger im prime market waren Bene und A-Tec. Goldman Sachs hat die "Buy"-Empfehlung für A-Tec bestätigt, das Kursziel aber von 84 auf 77 Euro reduziert. A-Tec kletterten um 4,10 Prozent auf 51,0 Euro (45.887 Stück). Bene verbesserten sich nachrichtenlos um 4,21 Prozent auf 4,21 Euro (29.726 Stück).

Versorger

Die Versorger zeigten sich uneinheitlich. Verbund-Papiere notierten um 0,22 Prozent schwächer bei 45,38 Euro (61.117 Stück) und EVN zogen um 0,38 Prozent auf 79,80 Euro an (6.672 Stück). Die UniCredit hat die Titel von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und nennt ein Kursziel von 93 Euro.

Zumtobel

Die Berenberg-Experten verringerten das Zumtobel-Kursziel von 28 auf 27 Euro. Zumtobel verloren 0,63 Prozent auf 17,24 Euro (45.969 Stück).

(APA/Red.)

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