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Homo-Ehe: Vorschlag Hahns ist "falsches Signal"

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Günter Danhel vom "Institut Ehe und Familie" ist dagegen, "für jede beliebige Beziehung unter Menschen eine Rechtsform zur Verfügung zu stellen". Unter Homosexuellen zweifelt man an der Durchführbarkeit von Hahns Vorschlag.

Der Direktor des "Instituts Ehe und Familie", Günter Danhel, hat sich gegen den Vorschlag von VP-Wissenschaftsminister Johannes Hahn ausgesprochen, eingetragene Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare vor dem Standesamt zu besiegeln. Dies wäre das "falsche Signal".

Danhel betonte in einer Aussendung der "Kathpress", dass der Staat nicht die Aufgabe habe, "für jede beliebige Beziehung unter Menschen eine Rechtsform zur Verfügung zu stellen". Es sei sachlich begründbar, warum der Staat an stabilen, auf Liebe und Nachkommenschaft ausgerichteten Ehen interessiert sein müsse und dies bestmöglich fördern solle. Der "Leitbildcharakter von Ehe und Familie" im Bewusstsein der Menschen dürfe nicht gefährdet werden.

Dafür, dass die ÖVP ihren langjährigen Widerstand gegen eine Rechtsform für homosexuelle Paare aufzugeben scheine, sieht Danhel "keinen vernünftigen Grund". In der ÖVP-"Perspektivengruppe" etwa seien vier Möglichkeiten erarbeitet worden, rechtliche Diskriminierungen homosexueller Paare zu beseitigen. Im öffentlich präsentierten Papier sei dann nur ein Weg übrig geblieben.


Skeptisch über die Umsetzungsmöglichkeit des Hahn-Vorschlags einer Homo-Partnerschaft vor dem Standesamt zeigt sich die Homosexuellen-Initiative HOSI. Man müsse bezweifeln, ob ÖVP-Klubobmann Wolfgang Schüssel über seinen eigenen Schatten springen könne.

(APA/RED)