Strabag kauft deutsches Bauunternehmen Kirchner

APA (Schneider/Archiv)
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Der österreichisch-deutsche Baukonzern Strabag SE übernimmt das mittelständische deutsche Bauunternehmen Kirchner Holding GmbH. Nach einer geplanten Kapitalerhöhung werde man 80 Prozent an Kirchner halten, teilte die Strabag am Freitag mit. Der Kaufpreis wurde nicht bekannt gegeben.

Das 1926 gegründete Unternehmen erwirtschaftete im Jahr 2007 mit 1.500 Mitarbeitern eine Bauleistung von 373,4 Mio. Euro und setzte 276 Mio. Euro um. Kirchner ist hauptsächlich in den Segmenten Infrastrukturbau und Umwelttechnik tätig. Darüber hinaus ist Kirchner in wesentlichem Umfang international - vor allem im Verkehrswegebau in Polen - präsent. Als Ergänzung zum Kerngeschäft ist Kirchner in der Projektentwicklung, dem Hochbau und im Rohstoffbereich tätig.

Das Unternehmen soll sich zukünftig verstärkt auf dieses ursprüngliche Kernsegment konzentrieren. Dabei würden die Selbstständigkeit des Unternehmens so wie die Marke Kirchner erhalten bleiben und weiter ausgebaut werden, hieß es. Kirchners Präsenz im polnischen Straßenbau stelle zudem eine wichtige Ergänzung der Kapazitäten bei aktuellen Strabag-Aktivitäten in diesem rasch wachsenden Markt dar. Im Roh- und Baustoffbereich hält Kirchner Beteiligungen an fünf Asphalt-Mischwerken und sechs Steinbrüchen in Hessen und Thüringen und besitzt drei Asphaltmischwerke in Polen.

"Diese Akquisition ist ein weiterer Schritt im Ausbau der flächendeckenden Präsenz von Strabag in Deutschland", sagte Strabag-Chef Haselsteiner. "Wir betrachten unsere Präsenz damit als ausreichend und streben keine weiteren Akquisitionen an. Mit der Beteiligung an Kirchner stärken wir auch unsere Position im polnischen Markt erheblich." Der Zusammenschluss bedarf noch der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.

(APA)

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