Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Frauenberger: Burka-Verbot nicht sinnvoll

(c) Die Presse (Clemens Fabry)
  • Drucken

Die Wiener Integrations-Stadträtin hält wenig vom Vorschlag von VP-Minister Hahn, im öffentlichen Raum die Burka zu verbieten. Sie will die Rahmenbedingungen für Migrantinnen verbessern.

Wien Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) zeigt sich "sehr verwundert" über die Aussagen von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) betreffend Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst sowie Burka-Verbot im öffentlichen Raum. Vielmehr gehe es darum, den Migrantinnen ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu ermöglichen. Durch ein Kopftuchverbot würde man die Frauen und Mädchen aus der offenen Gesellschaft hinaus und wieder in die Familien mit einem konservativen Frauenbild hinein drängen.

Frauenberger appellierte in einer Aussendung an den Wissenschaftsminister, sich bei seinem Parteifreund Innenminister Günther Platter (ÖVP) dafür stark zu machen, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen für Migrantinnen entsprechend verbessert werden. Die Stadträtin forderte neuerlich eine rasche Evaluierung des Fremdenrechts sowie die Schaffung eines eigenen Aufenthaltstitels für Frauen inklusive sofortigem Arbeitsmarktzugang. Denn das sei die Grundvoraussetzung, dass Migrantinnen eine eigenständige Existenzsicherung erhielten. (APA)