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Wettbewerb: Verfahren gegen T-Mobile und Vodafone

(c) AP (Joerg Sarbach)
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Die beiden Mobilfunker sollen in Deutschland ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen und damit einen fairen Wettbewerb verhindern. Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren eingeleitet.

Das deutsche Bundeskartellamt hat gegen die beiden Mobilfunkanbieter T-Mobile und Vodafone D2 nach Angaben des Konkurrenten E-Plus ein Missbrauchsverfahren eingeleitet. Hintergrund sei der Verdacht eines missbräuchlichen Ausnutzens einer marktbeherrschenden Stellung, teilte die Tochterfirma des niederländischen KPN-Konzerns am Mittwoch in Düsseldorf mit. Alle Netzbetreiber seien aufgefordert worden, der Behörde Auskünfte zu erteilen. Vom Kartellamt war eine Stellungnahme nicht zu erhalten. T- Mobile und Vodafone bestätigten die Untersuchungen, wollten sich aber nicht näher zu dem schwebenden Verfahren äußern.

Oligopol-Verdacht bei Handy-TV

Wie genau die Vorwürfe des Wettbewerbshüter lauten, ist nicht klar. Nach weiteren Angaben von E-Plus geht es unter anderem um die sogenannten Terminierungsentgelte für Gespräche zwischen den Mobilfunknetzen, eine gerechte Frequenzzuteilung, um die Gesprächskosten vom Festnetz in den Mobilfunk sowie um die Tarifgestaltung der Marktführer. In einer Entscheidung über die Zusammenarbeit mehrerer Netzbetreiber beim Handy-TV habe das Bundeskartellamt vor wenigen Wochen darauf hingewiesen, dass im Mobilfunk eine Oligopolvermutung durch T-Mobile und Vodafone erfüllt sei. In einem Oligopol beherrschen wenige Anbieter einen Markt.

Auf T-Mobile und Vodafone entfallen fast 80 Prozent Marktanteil im Mobilfunk. Jeweils mehr als 30 Millionen Kunden telefonieren in den Netzen der beiden Anbieter. Die anhaltende Dominanz der Marktführer verhindere einen "fairen und dauerhaft schlagkräftigen Wettbewerb im deutschen Mobilfunk", erklärte E-Plus-Chef Thorsten Dirks.

(APA)