Die Korinek-Nachfolge an der Spitze des Verfassungsgerichtshofs ist entschieden.
Wien (ett). Heute, Freitag, endet die Bewerbungsfrist für das Präsidentenamt im Verfassungsgerichtshof (VfGH). Dann dürfte alles sehr schnell gehen: Kommende oder Anfang übernächster Woche wird der Nachfolger von Karl Korinek, der das Präsidentenamt aus gesundheitlichen Gründen zurücklegt, publik werden. Die Entscheidung ist de facto schon gefallen: Gerhart Holzinger, der schon jetzt Verfassungsrichter ist, wird neuer Chef des Höchstgerichts. Der 60-Jährige war zuletzt Favorit („Die Presse“ berichtete am vergangenen Samstag), nun gilt als sicher, dass er neuer Präsident wird. Der CV-er und anerkannte Experte ist auch für die SPÖ akzeptabel.
Damit geht der ausdrückliche Wunsch des scheidenden Präsidenten Korinek in Erfüllung, der sich für einen Nachfolger aus der Runde der Verfassungsrichter ausgesprochen hat. Im Gegenzug könnte die SPÖ den damit freiwerdenden „einfachen“ Richterposten nachbesetzen. Ins Finale geht auch die Entscheidung um den neuen Notenbank-Chef. Ex-Bawag-Chef Ewald Nowotny ist Favorit. Entschieden wird im Mai. Im Sucher: Gerhart Holzinger S. 39
("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.04.2008)