Grüne: "Die Neos sind die junge ÖVP"

Bundesparteiobfrau Eva Glawischnig, Michel Reimon, Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek und Monika Vana im Rahmen des Wahlkampfauftaktes der Grünen am Montag
Bundesparteiobfrau Eva Glawischnig, Michel Reimon, Spitzenkandidatin Ulrike Lunacek und Monika Vana im Rahmen des Wahlkampfauftaktes der Grünen am MontagAPA/ROLAND SCHLAGER

Wie die ÖVP grenzen sich nun auch die Grünen im EU-Wahlkampf offensiver von die Neos ab. Ein neuer Folder erklärt "10 Unterschiede".

Der EU-Wahlkampf wird rauer: Die Grünen gehen jetzt offensiv gegen die Neos vor, ab sofort soll österreichweit als "Entscheidungshilfe" der Folder "Neos oder Grün? 10 Unterschiede" verteilt werden, kündigte die Partei an. Auch die ÖVP schießt sich auf die pinke Konkurrenz ein.

"Die Neos sind die junge ÖVP, in neuen Kleidern und auch sympathischer. Die Frage ist nur, welches Produkt steckt hinter ihrem geschickten Marketing? Im Weltbild und im Menschenbild bestehen jedenfalls klare Unterschiede zu den Grünen", erklärte Parteichefin Eva Glawischnig in einer Stellungnahme.

Vorgeschickt wird im Kampf um die Wähler gegen die junge Partei Neos der 25-jährige Grüne Abgeordnete Julian Schmid - er ist am Folder abgebildet. Die unterschiedlichen Standpunkte werden anhand von zehn Themen dargestellt: So seien die Neos für Studiengebühren, gegen Mindestlöhne, für den Verkauf von Gemeindewohnungen oder für eine teilweise Privatisierung der Gesundheitsversorgung. Auch ein entsprechendes Video soll am Wochenende online gehen.

ÖVP mit pinken Luftballons

Die ÖVP setzt sich ebenfalls gegen die pinke Konkurrenz zur Wehr: Zum Neos-Wahlkampfauftakt am Freitagabend waren in Wien pinke Luftballons mit der Aufschrift "Das Programm der Neos zur Europawahl: Nur heiße Luft!" zu sehen. Auf den angehängten Karten war demnach laut "Kurier" zu lesen, die Partei wolle "Doping legalisieren", "Abtreibungen bis zur Geburt erlauben" und "Putin in die EU holen". "Es gehört zu einem Wahlkampf, sich mit einem Augenzwinkern mit der Inhaltsleere und den absurden Aussagen eines politischen Mitbewerbers auseinanderzusetzen", meinte ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel dazu gegenüber der "Presse".

(APA)