Strabag und T-Systems erhalten belgische Lkw-Maut-Konzession

Belgien will jährlich bis zu 800 Millionen Euro mit der Lkw-Maut einnehmen. Die Konzession wurde an des Konsortium sky-ways vergeben, an dem die Strabag mit 24 Prozent beteiligt ist.

Wien/Brüssel. Der österreichische Baukonzern Strabag hat als Teil des sky-ways-Konsortiums den Zuschlag für die elektronische Lkw-Maut-Konzession in Belgien erhalten. Die Strabag-Tochter Efkon wird die Enforcement Software und Systemtechnik für die satellitengestützte Bemautung des hochrangigen belgischen Straßennetzes liefern, installieren und über zwölf Jahre lang betreiben und warten.

Aus der Bemautung der Lkw's  erwartet sich der belgische Staat Jahresumsätze zwischen 700 und 800 Millionen Euro. Die Vergütung des sky-ways-Konsortiums, an dem Strabag 24 Prozent und die Deutsche Telekom-Tochter T-Systems 76 Prozent hält, erfolgt über vertraglich fixierte Verfügbarkeitsentgelte, teilte die Strabag am Dienstag mit.

Der Systemaufbau, der Probebetrieb und die flächendeckende Umsetzung werden voraussichtlich ab Juli 2014 innerhalb von 18 Monaten erfolgen. Die Bemautung startet 2016. Betrieb und Wartung durch den Strabag-Konzern sind bis zum Ende 2027 vereinbart.

T-Systems hat das weltweit erste auf satellitenbasierter Positionierung fußende Mautsystem entwickelt. Dieses System wird in Deutschland von Toll Collect betrieben, deckt 12.500 km an Straßen in Deutschland ab. Belgacom liefert als nominiertes Subunternehmen Leistungen rund um die Telekommunikation und die Rechenzentren.

Die Strabag hatte erst am Montag berichtet, dass sie in das irische Autobahnnetz investiert. Gemeinsam mit dem Konsortium DirectRoute finanziert, plant, baut und betreibt der Bauriese einen 57 Kilometer langen Abschnitt der N17/18 in der Nähe von Galway. Der Privatsektor investiere etwa 330 Millionen Euro im Rahmen des Public-Private-Partnership-Projekts.

Der Eigenkapitalanteil an der Gesamtfinanzierung liege bei 12 Prozent. Daran ist die Strabag als Investorin laut Eigenangaben wiederum mit 10 Prozent beteiligt. Am bauausführenden Konsortium halte sie einen Anteil von 25 Prozent.
Auftraggeberin ist die National Roads Authority of Ireland. Die Bauarbeiten sollen noch im Mai starten und bis November 2017 abgeschlossen sein. Ab dann wird der Abschnitt 25 Jahre lang betrieben. Am Betrieb ist die Strabag über ihre Tochter A-Way Infrastructure Project Development and Operations GmbH zu 50 Prozent beteiligt. Dem Konsortium gehören neben der Strabag auch John Sisk and Son, Lagan, Roadbridge und die HICL Infrastructure Company Limited zu jeweils 10 Prozent sowie der EU-finanzierte Marguerite Fund zu 50 Prozent an.

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