Trotz einiger guter Quartalszahlen in Europa überschattet die Krise in der Ukraine weiter die Stimmung der Anleger.
Wien. Die Wiener Börse hat am Dienstag bei gutem Volumen mit schwächerer Tendenz geschlossen. Der heimische Leitindex ATX fiel gegenüber dem Montag-Schluss (2.502,04) um 21,75 Punkte oder 0,87 Prozent auf 2.480,29 Zähler. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,47 Prozent, DAX/Frankfurt -0,61 Prozent, FTSE/London -0,36 Prozent und CAC-40/Paris -0,74 Prozent. Gegenüber Ultimo 2013 liegt der ATX per heute 66,25 Punkte oder 2,60 Prozent im Minus. Der ATX Prime schloss mit einem Minus von 0,76 Prozent oder 9,46 Punkten bei 1.237,57 Einheiten.
n einer verhaltenen europäischen Börsenlandschaft ging auch für den ATX der Handelstag mit einem klar negativen Vorzeichen zu Ende. An den Finanzmärkten steht weiterhin der Konflikt in der Ukraine im Blickfeld. Nur kurzfristig im Frühgeschäft gab es europaweit Kursgewinne zu sehen.
Am heimischen Markt stand die Andritz-Aktie unter Verkaufsdruck. In Reaktion auf präsentierte und enttäuschend ausgefallene Erstquartalszahlen rutschten die Papiere des steirischen Anlagenbauers um 4,98 Prozent auf 41,62 Euro ab. Sowohl beim Umsatz als auch beim Nettogewinn hatte Andritz die Schätzungen der von der APA befragten Analysten verfehlt.
Ergebnisse für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres legte auch AMAG vor. Die Titel des Aluminiumunternehmens befestigten sich um 1,34 Prozent auf 25,01 Euro. Hier schreiben die Experten von der Baader Bank in einer ersten Zahlenbetrachtung von einem starken Umsatzvolumen mit rückläufigen Margen. Der Unternehmensausblick wurde als leicht unter dem Marktkonsensus bewertet.
Die Banken gingen mit Verlusten unterschiedlicher Intensität aus dem Börsentag. Raiffeisen Bank International mussten einen klaren Abschlag von 2,12 Prozent auf 21,70 Euro verbuchen. Moderat unter dem Vortagesschlusskurs schlossen Erste Group mit minus 0,10 Prozent auf 23,98 Euro. Unter den weiteren Schwergewichten schwächten sich voestalpine um 1,40 Prozent auf 32,74 Euro.
Buwog verbuchten bei guten Handelsumsätzen ein Plus von 0,73 Prozent auf 13,80 Euro. Die Buwog kauft von der deutschen DGAG Wohnungen und der Deal wird von der Immofinanz mit einer 260 Millionen Euro schweren Wandelanleihe vorfinanziert. Der Wandlungspreis beträgt 18,93 Euro, wurde am Dienstag bekannt. Wandlungszeitraum ist vom 28. Jänner 2015 bis April 2019.
Strabag schlossen mit einem Zuwachs von 0,94 Prozent auf 20,50 Euro. Die RCB-Analysten revidierten ihr Kursziel für die Bau-Aktie von 20,50 auf 22,0 Euro nach oben. Das Anlagevotum "hold" für die Titel wurde bestätigt. Die jüngsten präsentierten Zahlen für das Geschäftsjahr 2013 wurden als solide bezeichnet.
Am unteren Ende der Kursliste gingen neben Andritz, Semperit (minus 1,91 Prozent auf 40,12 Euro) und Mayr-Melnhof (minus 5,67 Prozent auf 85,99 Euro) aus dem Handelstag. Beide Aktien wurden jedoch ex Dividende gehandelt.
Das Tageshoch erreichte der ATX um etwa 9.30 Uhr mit 2.512,28 Zählern. Das Tagestief lag gegen 17.00 Uhr bei 2.472,21 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung 17 Titel mit höheren Kursen, 20 mit tieferen und keiner unverändert. In einer Aktie kam es zu keiner Kursbildung.
Gehandelt wurden im prime market 7.670.354 (Vortag: 4.282.116) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Buwog mit 1.778.249 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 194,521 (112,145) Mio. Euro zu Stande, wovon 49,12 Mio. Euro allein auf Buwog entfielen.