Boko Haram versetzt Nigeria in Angst und Schrecken

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Ein Angriff des islamistischen Terrorgruppe im Nordosten des afrikanischen Landes forderte mehr als 200 Menschenleben.

Die radikalislamistische Terrorgruppe Boko Haram hat bei einem neuen Angriff auf ein Dorf im Nordosten Nigerias rund 300 Menschen getötet. Das berichtete die Zeitung "The Punch" (Onlineausgabe) am Mittwoch. Demnach ereignete sich der Vorfall in der Nacht auf Dienstag in Gamboru Ngala (Bundesstaat Borno), einer Stadt an der Grenze zu Kamerun. Die Zeitung "Daily Trust" meldete hingegen 200 Tote.

Bei ihrem Angriff schossen die Terroristen nach Augenzeugenangaben wahllos auf die Einwohner der Grenzstadt. "Die Leute zählen noch immer die Leichen", sagte der Lokalpolitiker Abdulrahman Terab. Unter den Opfern sollen auch 16 Polizisten sein. "Die Angreifer haben den größten Markt des Dorfes zerstört und Waren verbrannt, die für den Export gedacht waren", sagte ein Augenzeuge.

Weitere elf Mädchen entführt

Nach Angaben nigerianischer Medien entführte die islamistische Gruppe elf weitere Mädchen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren. Nach einem Bericht der Zeitung "Vanguard" stahlen die Angreifer auch Essen und Hausrat aus den Häusern stahlen, bevor sie in den Busch flohen.

Vor rund drei Wochen wurden in Chibok über 200 Mädchen aus einer Schule entführt. Die islamistische Gruppe Boko Haram bekannte sich zur Tat. Seither fehlt aber jede Spur von den Schülerinnen. Die Sekte Boko Haram, deren Name so viel wie "Westliche Erziehung ist Sünde" bedeutet, verübt immer wieder schwere Anschläge vor allem im Norden Nigerias, wo die Gruppe einen Gottesstaat errichten will.

Spätestes seit 2010 überzieht die Terrorgruppe das westafrikanische Land, insbesondere das Grenzgebiet zu Kamerum in Nordosten mit Angst und Schrecken. In den vergangenen Monaten intensivierte sie ihre Terrorkampagne. Ihre Kämpfer fallen wahllos in Dörfer ein, brandschatzen sie und feuern aus schutzlose Zivilisten. Zudem verübte Boko Haram zwei Anschläge auf Busbahnhöfe an der Peripherie der Hauptstadt Abuja.

(APA)

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