Vergewaltigung: Anwältin erwirkt Nachrichtensperre

(c) Fabry Clemens

Eine 23-Jährige stach in Wien mutmaßliche Vergewaltiger nieder. Aus Opferschutzgründen werden nun dazu keine Informationen mehr veröffentlicht.

Keine neuen Details gibt zu dem Vorfall in einer Wohnung in Wien-Alsergrund, bei dem eine 23-Jährige am Mittwoch mutmaßliche Vergewaltiger niedergestochen hat. Die Polizei machte aus Opferschutzgründen auf Ersuchen der Anwältin der Frau keine Angaben mehr zu den Ermittlungen. Dazu habe die bisherige Medienberichterstattung geführt, hieß es.

Ob die insgesamt drei verletzten Männer bereits einvernommen wurden, ist daher genauso unklar wie die Frage, ob die Anschuldigungen der 23-Jährigen näher überprüft wurden.

Mit Küchenmesser verteidigt

Die Einsatzkräfte waren am Mittwoch gegen 7 Uhr früh in die Wohnung der Frau gerufen worden. Dort trafen sie auf zwei schwer verletze Männer im Alter von 20 und 21 Jahren, einer hatte eine Stichverletzung am Oberbauch, der zweite im Nierenbereich. Zudem waren ein 19-Jähriger und die 23 Jahre alte Frau in der Wohnung, beide wurden ebenfalls verletzt ins Spital gebracht. Die Frau gab an, dass diese Männer zumindest versucht haben sollen, sie zu vergewaltigen und sie sich dann mit dem Küchenmesser verteidigt hat.

Die Beteiligten haben sich sich offenbar in der Nacht auf Mittwoch beim Fortgehen getroffen und dann in der Wohnung weitergefeiert. Eine weitere Frau und ein Mann, die in einem Nebenzimmer waren, sollen die angebliche Vergewaltigung und die Messerattacke erst mitbekommen haben, als sie Schreie hörten.

(APA)

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