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Syrien: Armee kontrolliert einstige Rebellenhochburg Homs

Regimetreue Kräfte im völlig zerstörten Homs
Regimetreue Kräfte im völlig zerstörten HomsREUTERS
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Während die regulären Streitkräfte von der Altstadt wieder Besitz nahmen, kehrten auch hunderte Zivilisten in das weitgehend zerstörte Zentrum zurück.

Sie war das Synonym für den bewaffneten Widerstand gegen Syriens Diktator Bashar al-Assad: Die Stadt Homs im Westen Syriens. War, denn seit Freitag ist die Altstadt der einstigen Rebellenhochburg in den Händen der Armee. Spezialisten der Streitkräfte hätten nach dem Abzug der Rebellen damit begonnen, die Gegend zu sichern und Bomben zu entschärfen, hieß es. Gleichzeitig kehrten hunderte Zivilisten in das weitgehend zerstörte Stadtzentrum zurück.

Mit Tränen in den Augen durchsuchten die Menschen die Ruinen nach Überresten ihrer früheren Wohnungen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. „Ich hatte bei Facebook gesehen, dass mein Haus zerstört wurde, aber ich konnte es nicht glauben, ich wollte es mit meinen eigenen Augen sehen“, sagte Jaqueline Fauwas.

Die Rebellen hatten am Mittwoch nach fast zweijähriger Belagerung durch die syrischen Regierungstruppen mit dem Abzug aus Homs begonnen. Die Evakuierung sei am Freitag abgeschlossen worden, sagte al-Barasi. Insgesamt seien 2000 Menschen aus der Stadt gebracht worden, unter ihnen 1800 Rebellen. Die syrische Regierung hatte sich unter Vermittlung des iranischen Botschafters mit den Rebellen auf den Abzug aus Homs geeinigt.

Rebellen ließen Geiseln frei

Im Gegenzug für freies Geleit sagten die Rebellen die Freilassung dutzender Geiseln zu, die islamistische Aufständische in Aleppo gefangen hielten. Nach Angaben der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden die 40 Frauen und Kinder der alawitischen Minderheit, eine ebenfalls festgehaltene Iranerin sowie 30 syrische Soldaten am Donnerstag freigelassen.

Homs ist die drittgrößte Stadt des Landes und war lange eine Hochburg der Rebellen. Seit Beginn einer Armeeoffensive im Februar 2012 verloren die Aufständischen jedoch immer mehr an Boden. Bei den Gefechten wurden in den vergangenen beiden Jahren etwa 2000 Menschen getötet. Inzwischen kontrollieren die Rebellen nur noch das Viertel Waer. Auch hier wird aber über einen Abzug verhandelt. Insgesamt wurden im syrischen Bürgerkrieg bereits rund 150.000 Menschen getötet. 

(APA/AFP)