Der Wochenauftakt fiel an der Wiener Börse ähnlich dem europäischen Handelsumfeld in Ermangelung wichtiger Konjunkturdaten äußerst ruhig aus.
Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, zu Mittag bei moderatem Volumen mit etwas höheren Notierungen präsentiert. Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.490,62 Punkten errechnet, das ist ein Plus von 8,38 Punkten bzw. 0,34 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt +0,29 Prozent, FTSE/London +0,15 Prozent und CAC-40/Paris -0,18 Prozent.
Der Wochenauftakt fiel an der Wiener Börse ähnlich dem europäischen Handelsumfeld in Ermangelung wichtiger Konjunkturdaten äußerst ruhig aus. Keine positiven Impulse lieferten Wachstumsschätzungen zur französischen Wirtschaft, die weiterhin kaum vom Fleck kommt. Die Notenbank rechnet für das erste wie für das zweite Quartal mit einem Wachstum von jeweils 0,2 Prozent, wie die Banque de France mitteilte.
Unterdessen bleibt der Konflikt in der Ostukraine im Fokus der Investoren. Aus dem Kreml hieß es zuletzt, man "respektiere" die Ergebnisse des umstrittenen Unabhängigkeitsreferendums vom Sonntag in der mehrheitlich russischsprachigen Ostukraine. Während nun die EU-Außenminister erneut an ihren Sanktionen tüfteln, stoßen Anleger immer stärker ihre Rubel ab. So stieg in Russland die Nachfrage nach ausländischen Währungen - vor allem Dollar und Euro - im März auf 14,9 Mrd. Dollar, wie aus Daten der russischen Zentralbank hervorgeht. Dies ist der höchste Stand seit Jänner 2009 und ein Plus von 50 Prozent zum Vormonat. Die Zentralbank sprach von einem "dramatischen Anstieg".
An der Wiener Börse legt die Berichtssaison zum Wochenauftakt eine Verschnaufpause ein. Fester präsentierten sich abermals Zumtobel mit plus 1,86 Prozent auf 16,19 Euro, nachdem die Papiere des Vorarlberger Leuchtenherstellers bereits am vergangenen Freitag gut dreieinhalb Prozent zugelegt hatten. Die Analysten der Berenberg Bank haben die Zumtobel-Aktie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und ihr Preisziel unverändert bei 19,80 Euro belassen. Sie sehen nach dem jüngsten Kursrutsch um 20 Prozent in den letzten Monaten nun eine attraktive Kaufgelegenheit.
Auch Agrana zeigten sich mit plus 1,23 Prozent auf 83,89 Euro gut gesucht, für die Aktie des Zuckerkonzerns haben die Berenberg-Analysten ihr Kursziel bei 90 Euro und ihr Votum bleibt bei "Hold" belassen. Schoeller-Bleckmann machten mit plus 1,75 Prozent einen Teil ihrer Verluste vom vergangenen Freitag wieder wett, die Anteilsscheine des Impstoffherstellers Valneva rangierten vor dessen morgiger Zahlenvorlage mit plus 2,31 Prozent bei 6,12 Euro an der Indexspitze des prime market.
Ans untere Indexende rutschten Palfinger mit einem Abschlag von 2,53 Prozent auf 27,00 Euro, auch Raiffeisen verbilligten sich um 1,16 Prozent auf 22,49 Euro.
Eine weitere Analystenstimme gab es zu Wienerberger, die 0,23 Prozent auf 13,08 Euro stiegen. Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank haben nach den Quartalszahlen von Wienerberger ihre Einschätzungen für die Titel beibehalten. Das Votum lautet weiterhin "Hold" bei einem Kursziel von 14,00 Euro.
Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.53 Uhr bei 2.490,62 Punkten, das Tagestief lag zur Eröffnung bei 2.479,39 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 0,30 Prozent höher bei 1.241,84 Punkten. Im prime market zeigten sich 23 Titel mit höheren Kursen, elf mit tieferen und zwei unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.
Bis dato wurden im prime market 1.036.914 (Vortag: 1.148.168) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 30,464 (33,51) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher voestalpine mit 62.696 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 4,22 Mio. Euro entspricht.
(APA)