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Flops bei Zentralmatura: Erste Konsequenzen am Donnerstag

Heinisch-Hosek
Heinisch-Hosek(c) GEPA pictures (GEPA pictures/ M. Oberlaender)
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Unterrichtsministerin Heinisch-Hosek greift jetzt durch: Ein Zeitplan wird vorgelegt. Noch kein Köpferollen im Bildungsinstitut.

Wien. Nicht immer ist das Bildungsinstitut (BIFIE) oder die Verwaltung Schuld, wenn bei der Matura etwas schiefgeht. Bei einer Deutschmatura im Akademischen Gymnasium in Salzburg wurde die schriftliche Reifeprüfung in der Vorwoche nach einem Irrtum eines Lehrers laut ORF Salzburg um 50 Minuten zu früh beendet. Heute, Dienstag, wird die Deutschmatura wiederholt, wobei die bessere Noten der beiden Arbeiten zählen soll.

Dieses Malheur hatte nichts mit der Zentralmatura zu tun. Die Pannenserie bei der Zentralmatura (zuletzt zu wenig Mathematik-Beispiele an einer Wiener Schule, davor eine kurzfristige Verschärfung der Notenkriterien in Englisch) bleibt nicht ohne Folge. Voraussichtlich am Donnerstag dieser Woche wird die wegen Probleme um das ausgelagerte Bundesbildungsinstitut (BIFIE) politisch unter Druck geratene Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) verkünden, wie es nun weitergeht. Die Ressortchefin wird nach Informationen der „Presse“ einen Zeitplan für den weiteren Prozess, Verbesserungen und Konsequenzen vorstellen.

Möglicherweise führt dies auch zu Sanktionen im und für die Führung des BIFIE. Heinisch-Hosek hat erst am Freitag angesichts der zahlreichen Hoppalas erklärt, sie habe „die Nase voll“. Personelle Konsequenzen im BIFIE bereits am Donnerstag dürfte es nach derzeitigem Stand noch nicht geben. Allerdings hat das Unterrichtsressort diese zuletzt nicht mehr ausgeschlossen, zuerst werden allerdings die Abläufe und Erkenntnisse bei der Zentralmatura geprüft.

 

Beobachtung bis morgen, Mittwoch

In Bildungskreisen wurde am Montag nicht mehr ausgeschlossen, dass die Leitung des BIFIE von sich aus Konsequenzen nach den Flops der vergangenen Monate (das von der „Presse“ enthüllte Datenleck, die Pannen bei der Zentralmatura) ziehen wird.

Bis morgen, Mittwoch, werden jedenfalls die Probeläufe bei der Zentralmatura beobachtet. Am Montag war dabei die Reifeprüfung in Italienisch an der Reihe. Heute, Dienstag, folgt Latein, am Mittwoch dann Griechisch. An diesen drei Tagen wird einmal abgewartet, ob die Reifeprüfungen ohne Schwierigkeiten in den Schulen über die Bühne gehen. Danach wird Heinisch-Hosek aktiv werden, um nicht zuvor von außen für zusätzliche Verunsicherung zu sorgen. (ett)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.05.2014)