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TV-Elefantenrunde: "Scheiße, das ist schwierig"

ORF-Diskussion der Spitzenkandidaten zur EU-Wahl´ 2014 (Elefantenrunde)
ORF-Diskussion der Spitzenkandidaten(c) ORF (MILENKO BADZIC)
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Live Die Spitzenkandidaten für die EU-Wahl diskutierten im "ORF" über Asylwerber und Chlorhendln. DiePresse.com berichtete live.

Es war die letzte TV-Diskussion zur EU-Wahl und eine der letzten Gelegenheiten, um noch Stimmen zu angeln. Doch wer erwartet hatte, dass die EU-Spitzenkandidaten der Parlamentsparteien in der "Elefantenrunde" des ORF am Donnerstagabend auf Angriff gehen würden, wurde enttäuscht. Othmar Karas (ÖVP), Eugen Freund (SPÖ), Harald Vilimsky (FPÖ), Ulrike Lunacek (Grüne) und Angelika Mlinar (Neos), agierten zahm und versicherten einander sogar hin und wieder ausdrücklich Wertschätzung und Respekt. 

Auch inhaltlich hatte man einiges gemeinsam: Bis auf Vilimsky wünschten sich alle Kandidaten mehr EU in einigen Bereichen - Freund etwa in der Außenpolitik, Karas in der Steuerpolitik. "Mein Europa ist kein Superstaat", betonte der VP-Frontmann aber. 

Beim Thema TTIP, also dem Freihandelsabkommen mit den USA, wurde sogar eine blau-grüne Allianz geschmiedet: "Ich gebe Ihnen ungern recht", gestand Vilimsky Richtung Lunacek. Ein "Nein" kam von allen Kandidaten für die Vorstellung der EU als Militärmacht. Mlinar forderte allerdings erneut eine europäische Armee.

Ein paar Patzer lockerten die brave Runde auf: Vilimsky machte sich für die "Souveränität der EU" statt jener der Nationalstaaten stark, und Mlinar gestand bei der Schlussfrage: "Scheiße, das ist schwierig".

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

(kron)

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