Damit ein falscher Fünfziger nicht ins Geldbörsl wandert, sondert sofort ins Auge sticht, veranstaltet die Österreichische Nationalbank (OeNB) seit Freitag zum siebenten Mal ihre jährliche Euro-Tour durch Österreich mit Informationen zum Thema Geldsicherheit. Die Aufklärung über Sicherheitsmerkmale steht auch ganz im Zeichen der EURO, die mehr Gäste und damit mehr Banknoten ins Land bringen wird.
Österreich ist punkto Falschgeld generell eine Insel der Seligen. Gegenüber anderen Staaten schneide man sehr gut ab, erklärte Martin Taborsky von der OeNB gegenüber der APA. Im Vergleich zur gesamten Eurozone liege der Blüten-Anteil in Österreich trotz Nähe zum Ostraum jährlich bei 1 bis 1,4 Prozent. Rein rechnerisch wäre sogar ein Anteil von drei Prozent tragbar, meinte er. Etwa 7.000 Blüten mit einem "Wert" von rund 800.000 Euro wurden im vergangenen Jahr in Österreich aus dem Verkehr gezogen.
Positiv auswirken würde sich das gute Wissen der Bevölkerung über die Sicherheitsmerkmale der Banknoten, zeigte sich Taborsky überzeugt. Für 75 Prozent seien die Prüfschritte "Fühlen-Sehen-Kippen" ein Begriff. Neun von zehn Befragten könnten einzelne Sicherheitsmerkmale nennen. Um dieses Know-How zu vertiefen werden ab 2.Mai im Zuge der Euro-Tour 68 Stationen in ganz Österreich mit einem Info-Bus besucht.
Ab Montag gibt es zusätzlich Euro-Info-Points mit kostenlosen Schulungen für Handel und Gastronomie. Gedacht ist diese Maßnahme vor allem als Vorbereitung auf die EURO 08, bei der wegen der hohen Touristenzahlen auch viele neue Mitarbeiter benötigt werden, die über weniger Erfahrung mit Bargeld verfügen, hieß es. Bis 6. Juni werden in den OeNB-Filialen in den EM-Austragungsstädten Wien, Klagenfurt, Innsbruck und Salzburg insgesamt 144 solche Einheiten abgehalten.
(APA)