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Causa Hartmann: Schmutzkübelkampagne oder Rundumschlag?

A spectators takes a picture of the illuminated Burgtheater during a concert in Vienna
Burgtheater von außen(c) REUTERS (LEONHARD FOEGER)
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Die Anwälte des entlassenen Burgtheater-Chefs geben der ehemaligen kaufmännischen Direktorin und dem Holding-Chef die Schuld am Defizit. Der Burgtheater-Anwalt kontert.

Nicht nur der Rechtsstreit zwischen dem Burgtheater und seinem entlassenen Direktor Matthias Hartmann geht weiter, auch der verbale Schlagabtausch. Das Burgtheater hat Klage gegen Hartmann eingereicht für den Fall, dass Hartmann im Juni im arbeitsgerichtlichen Prozess um seine Entlassung Recht erhält ("Die Presse" berichtete). Angefochten wird die 2012 durchgeführte Verlängerung des Vertrages "wegen Irrtum und Arglist". Die Anwälte des Burgtheaters werfen Hartmann vor, vom "Schwarzgeldsystem" der ehemaligen kaufmännischen Direktorin Silvia Stantejsky "nicht bloß gewusst, sondern dieses auch zu seinem eigenen Vorteil in Anspruch genommen".

Darauf reagierten am Freitag die Anwälte des ehemaligen Burg-Chefs. Sie nennen die Anschuldigungen eine "Schmutzkübelkampagne, die nicht einmal wirklich gut gemacht ist". Die Holding versuche verzweifelt, den Fokus vom eigentlichen Skandal abzulenken, meinen Hartmanns Rechtsvertreter Georg Schima und Katharina Körber-Risak. Vielmehr gibt man Stantejsky und Bundestheaterholding-Chef Georg Springer die Schuld am Defizit: Die Aufklärungsversuche unter Zuhilfenahme eines externen Beraters hätten Hartmann den Job gekostet.

Bernhard Hainz, Anwalt des Burgtheaters, kontert: "Wir haben sehr gute Argumente und diese Argumente bringen wir vor Gericht vor. Dort gehören sie auch hin. Die verzweifelten medialen Rundumschläge von Matthias Hartmann und seinen Anwälten werden an dieser Haltung nichts ändern." Weiter wolle man die Causa nicht kommentieren.

Als Prozesstermin ist laut ASG der 27. Juni, 12.30 Uhr, anberaumt.

(Red.)